Oberitalienische Seen

Kleine Brüder des Gardasees

Den Gardasee kennt eigentlich jeder. Ein typisches Überbleibsel der letzten Eiszeit. Ein paar Täler weiter gibt’s das auch in klein und mit weniger Trubel.

Der 122 Meter tiefe Idrosee liegt auf 368 Meter Meereshöhe in den Valli Giudicarie zwischen dem Gardasee im Osten und dem Iseosee im Westen. Abgeschirmt von den Bergausläufern der Dolomiten grenzt der See an die Provinzen Trentino und Brescia. Hier vertreiben sich die Gäste mit Sport und reichlich Natur die Zeit. Kleine idyllische, alte Dörfer umgeben bewaldete Berge, die zwischen 1.000 und 1.400 Meter hoch sind. Die Campingplätze sind alle zum See hin ausgerichtet. Das Klima ist angenehm, denn im Sommer wird es durch den „Ander“ niemals schwül. Der konstante Wind ist zu gleich der Freund der Segler, Surfer und Kitesurfer. Der Lago d’Iseo ist der viertgrößte See Italiens.

Der legendäre Verhüllungskünstler Christo hat im Sommer 2016 das Eiland mit seinem spektakulären Kunstprojekt „Floating Piers“ aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Gute zwei Wochen lang wandelten begeisterte Christo-Fans aus aller Welt über einen schwimmenden Steg vom Ufer des Lago d’Iseo zur Monte Isola, der größten Insel in einem südeuropäischen Binnengewässer. Am Ufer des Sees wechseln sich hübsche Badebuchten mit steilen Felshängen ab, alte Dörfer verzaubern mit nostalgischem Charme. Der See hat eine Wasseroberfläche von knapp über 63 Quadratkilometern, ist circa 25 Kilometer lang und bis zu 251 Meter tief. Trotz der bis ans Wasser reichenden Felswände ist es möglich, den gesamten See zu umfahren, da die Straße an etlichen Stellen direkt durch den Felsen gehauen wurde. Der Lago d’Iseo verfügt über äußerst günstige Fallwinde, was ihn zu einem ausgesprochenen Segelsportparadies macht. Am südlichen Teil des Sees breitet sich das bekannte Weinanbaugebiet Franciacorta aus.

Der Lago di Ledro ist ein See wie aus dem Bilderbuch – mit glasklarem, türkisfarbenem Bergwasser und schönen Liegewiesen an seinem Ufer. Der Ledrosee bringt es auf eine Fläche von 2,2 Quadratkilometern und an seiner tiefsten Stelle auf gerade mal 47 Meter. Für Aktivurlauber bietet das Ledrotal viel Abwechslung und gleichzeitig Ruhe im Vergleich zum Rummel am Gardasee. Eine Verbindung dorthin gibt es übrigens erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als durch die senkrechten Felshänge eine erste abenteuerliche Straße gebaut wurde. Diese Ponale galt damals als ein Meisterwerk des Ingenieurwesens. Heute ist die steile Serpentinenstrecke für Autos gesperrt, dafür eine Traumroute für Mountainbiker und Wanderer.

2018-06-04T10:29:20+00:00Camping X, Camping-Check|Kommentare deaktiviert für Oberitalienische Seen – kleine Brüder des Gardasees