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Hvidbjerg Strand Feriepark, Dänemark

Hochglanz an der Nordsee

Seit Jahren schon repräsentiert der Campingplatz Hvidbjerg Strand Feriepark in den Dünen höchstes Niveau. Und neue Highlights sind schon geplant.

Wenn auf dem Buchstaben A auf einmal lustige Kringel thronen oder das O durchgestrichen ist – dann hat der deutsche Urlauber Skandinavien erreicht. In unserem Fall Jütland, den westlichen Teil Dänemarks. Am besten zu erkennen an den reetgedeckten Backsteinhäuschen. Die gibt es auch im kleinen Örtchen Blåvand. Dort wohnen zwar nicht viele Menschen, dafür gibt es umso mehr Ferienhäuser und einen der wohl besten Campingplätze Dänemarks, vielleicht sogar Europas. Der Hvidbjerg Strand Feriepark, ist gerade erst vom ADAC-Campingführer und dem niederländischen Pendant wieder mit fünf Sternen und dem Zertifikat „Best Camping 2016“ ausgezeichnet worden.

Hvidbjerg Strand liegt, wie der Name schon sagt, direkt am Nordseestrand. Über einen Holzbohlenweg gelangt man durch die vorgelagerten Dünen zum Meer mit der ersten Seebrücke an der dänischen Nordseeküste.

Bildergalerie

Doch vorher geht es zum Check-In – so wie es sich für die Region gehört in einem Reetdachhaus. Und obwohl die Check-In-Spuren vor der Schranke voll sind, muss niemand lange warten. Für die Durchfahrt gibt es einen Chip, außerdem ein blaues Gummiarmband für den freien Eintritt in das Badeland. Eines der Highlights des Platzes, insbesondere für die kleinen Gäste. Das Spaßbad hat mehrere Schnell-Rutschen und Schwimmbecken – und ist regelmäßig Treffpunkt der Teenager für Pool-Partys.

Mit dem Badeland kam 1989 der Durchbruch für den Campingplatz der Familie Slaikjær. Mona und Thorkild hatten den Platz 1976 übernommen und erst mit kleineren Veränderungen begonnen. Später wurde das Spaßbad immer wieder erweitert und modernisiert. Knapp sieben Millionen Euro hat sich Familie Slaikjær das inzwischen kosten lassen.

Im Jahr 2000 ist der Slaikjær-Nachwuchs mit ins Campinggeschäft eingestiegen. Die Geschwister Lene und Steen führen den Platz inzwischen gemeinsam, ihre Eltern arbeiten aber nach wie vor mit, „an der Rezeption und auf dem Rasenmäher“, lacht Geschäftsführer Steen. Sogar Steens 15-jähriger Sohn hilft in den Ferien mit, unter anderem im Spieleparadies „Playcity“ mit Kletterwänden, Trampolinen, Rutschen und allem, was das Kinderherz an regnerischen oder kühlen Tagen begehrt.

Und während die Kleinen sich in der westernmäßig angehauchten „Playcity“ austoben, können sich die Eltern im Wellnessbereich erholen. Eintritt nach 12 Uhr ab 16 Jahren, Badekleidung ist Pflicht – nackt in die Sauna, das geht hier nicht. „Viele Campinggäste wollten das nicht“, erklärt Steen Slaikjær. Ein offenes Kaminfeuer brennt in dem 2009 gebauten Tempel, mehrere Pools und Saunen sorgen genauso für Entspannung wie die Liegen im Obergeschoss mit Blick auf die Dünenlandschaft. In der Nebensaison können Campinggäste den Wellnessbereich zwischen Montag und Donnerstag kostenlos nutzen, sonst kostet der Eintritt 13 Euro pro Person.

Luxuriös geht es auch auf dem Platz selbst zu. WLAN ist fast überall kostenlos verfügbar. Jeder Stellplatz hat einen TV-Anschluss, einzelne 280 Quadratmeter große Luxusplätze sind sogar mit eigenem Badezimmer ausgestattet. Neben den sauberen und modernen Sanitärgebäuden gibt es mehrere Kochhäuser, in denen neben Gasherden auch Geschirrspüler, Sitzbänke und Fernseher stehen. Besonders an kalten Tagen eine praktische Angelegenheit für Menschen ohne großes Wohnmobil oder Wohnwagen. Wer nicht selber kochen will, nimmt in einem der beiden Campingplatz-Restaurants Platz und entscheidet sich für dänische oder italienische Küche. Außerdem gibt es einen Fischladen, eine Eisdiele und einen Supermarkt.

Selbst wer gar nicht campen will, kann in Hvidbjerg Strand übernachten. Gemütliche Reetdach-Hütten oder kleine Westernhäuser für bis zu sechs Personen stehen bereit. „Die kommen gut an“, freut sich Steen Slaikjær, deshalb sind über den Winter neue Blockhütten gebaut worden.

Und die Familie will weiter investieren. Geplant sind dieses Jahr ein Indoor-Saloon für Musik-Events, ein Hundespielplatz und sogar eine neue Hotelanlage zwischen Campingplatz und Strand. Die Genehmigung ist bereits erteilt.

Hvidbjerg Strand Feriepark

  • Adresse: Hvidbjerg Strandvej 27, 6857 Blåvand, Dänemark, Tel.: 0045-75279040, www.hvidbjergstrand.de
  • Standplätze: 600 Touristenplätze
  • Sanitärausstattung: 6 Sanitärhäuser, sehr gepflegt, alle barrierefrei, Kinderbad, Familienbad, eigene Sanitärhäuser an Luxus-Plätzen, Waschmaschine, Trockner, Dusche und Toilette, Ausguss für Chemie-Toiletten, Ver- und Entsorgungsstation, Koch-Häuser
  • Versorgung/Service: Zwei Restaurants, Supermarkt mit Brötchenservice und Campingartikeln, Fischladen, Eisdiele
  • Freizeitangebot: Fahrrad-
und Kettcar-Verleih,
 Hüpfburg, Kinderspielplatz, Indoor-Spielplatz, Mini-Golf, zwei Fußball-/Basketball-Felder, Pony-Reiten, Badelandschaft, Wellnessbereich, Kinderanimation im Sommer, Angelteich, Nordsee-Strand mit Seebrücke
    Öffnungszeiten: Mitte März 
bis Ende Oktober
  • Preise pro Nacht: Standard-Platz Hauptsaison: Erwachsene 11,86 Euro, Kinder 0–11 Jahre 9,10 Euro, Stellplatz inkl. Strompauschale 10 Amp. 44,00 Euro, Hund: 4,14 Euro

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