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Städtetipp Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt

Halles Kostbarkeiten

Ein wenig liegt Halle im Schatten von Leipzig, dabei bietet die größte Stadt Sachsen-Anhalts viel Sehenswertes. Dazu gehören tiefe Einblicke in die Wiege dortiger Kultur ebenso wie weltberühmte Köpfe.

Wer mit dem Caravan Halle an der Saale besuchen will, muss 30 Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen. Sowohl der Platz am Süßen See bei Seeburg wie auch der Platz im Saaletal bei Kloschwitz liegen etwas außerhalb der mit 237.550 Einwohnern größten Stadt Sachsen-Anhalts. Leipzig nebenan erntet viel Ruhm, aber wer sich auf Halle einlässt, erlebt eine Stadt mit tollen Bauwerken, einer reichen Geschichte und einem dank der gut 20.000 Studenten jungen Publikum.

Wer clever ist, parkt links der Saale und pendelt mit den Linien 7 und 8 mitten hinein ins Zentrum. Guter Startpunkt für einen Rundgang, um Halle kennenzulernen, ist das Marktschlösschen am Marktplatz 13. In dem roten Bau aus dem 16. Jahrhundert befindet sich die Tourist-Information. Tipp: Im selben imposanten Bau lockt ein Laden, in dem es original Halloren-Kugeln gibt. Diese Schoko-Leckerei stammt – der Name verrät es – aus Halle und schmeckt dank des städtischen Flairs besonders lecker.

Foto: Thomas Ziegler/Stadt Halle (Saale)

Auf den Spuren Martin Luthers

Mit der Süße im Mund lässt sich von hier aus der Marktplatz in seiner ganzen Größe überblicken. Und der hat es in sich: Außer dem Händel-Denkmal zeigt sich die Silhouette von fünf Türmen. Einer ist der 84 Meter hohe Rote Turm. Er gehört zur Marktkirche „Unser Lieben Frauen“, die vier Türme zählt.

Doch nicht nur das Äußere macht dieses Gotteshaus aus. Hier ist auch die Totenmaske von Martin Luther zu sehen, der in der Kirche nach seinem Tod eine Nacht lang aufgebahrt war. Zu seinen Lebzeiten hatte der Reformator dreimal von der Kanzel gepredigt.

Das gesamte Ensemble bildet das Wahrzeichen der Stadt. Es wirkt so mächtig, dass der Roland, der seit April 2006 an der Ostseite des Roten Turms steht, schnell übersehen wird. Dabei ist diese uralte Statue, dieses Sinnbild für die Eigenständigkeit der Stadt und Symbol für die hohe Gerichtsbarkeit, stolze vier Meter hoch.

Historisches Halle an der Saale

Wer sich intensiver mit der Geschichte Halles auseinandersetzen möchte, sollte das Stadtmuseum in der Großen Märkerstraße 10 besuchen. Es ist untergebracht in dem gelb leuchtenden Christian-Wolff-Haus in einer der ältesten Straßen der Stadt.

Eine andere Möglichkeit, tiefer in die Historie Halles einzutauchen, ist der Besuch des Alten Marktes, knapp 400 Meter von den fünf Türmen entfernt. Im Mittelalter bildete dieser Platz einst das Zentrum Halles. Noch heute säumen ihn Renaissancebauten und Fachwerkhäuser. Vor allem aber steht auf diesem wohl ältesten Platz der Stadt der Eselsbrunnen. Ihn schmückt ein Sagenrelief: Vom Müllerburschen mit dem Esel, der auf Rosen ging. Sie schritten über Rosen, die eigens für Kaiser Otto I gestreut waren, der aber wegen eines Saalehochwassers seinen Weg in die Stadt änderte.

Tipp: Gleich nebenan, im Haus Alter Markt 12, lockt das Beatles-Museum. Auf drei Stockwerken präsentiert es die Geschichte der Fab Four: John, Paul, George und Ringo im Wandel ihrer Zeit als Band, aber auch in ihrer Solokarriere. Zauberhaft, vor allem durch die Musik.

Bildergalerie

Campingplätze

Campingplatz Seeburg,
Nordstrand, 06317 Seegebiet Mansfelder Land – OT Seeburg,
Tel.: 034774/28281, info@campingplatz-seeburg.de,
www.campingplatz-seeburg.de

Campingplatz Saaletal,
Ankerstraße 9 (ehem.: Hauptstraße 9),
06198 Salzatal-Kloschwitz, Tel.: 0177/2943781,
www.campingsaaletal.de

Infobox

Den kompletten Städtetipp „Halle an der Saale“ lesen Sie in Camping, Cars & Caravans 2/2021.

Redaktion
Claus-Georg Petri
Claus-Georg ist seit 1995 bei Camping, Cars & Caravans und ist Experte für Reisen und Hintergründe und alles Mögliche.
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