_8181329

Bild 1 von 11

2.500 Kilometer mit dem Camp-Let Classic unterwegs: Da zeigt sich, wie es sich in und mit dem Faltcaravan leben lässt.

Insgesamt 2.500 km reisten wir zu viert mit dem Camp-Let ins Gebiet der Ardèche, zur Atlanikküste und wieder zurück. Als Zugwagen diente uns ein vollgepackter Renault Kangoo mit 105 PS. Da der Zeltcaravan aber nur ein Leergewicht von 250 Kilo hat und von uns mit 150 weiteren Kilogramm an Campingzubehör beladen war, bemerkten und sahen wir vom Anhänger kaum etwas. Selbst mit mehr als 100 km/h auf französischen Autobahnen blieb das Gespann gelassen.

Der ziemlich flache und kompakte Anhänger aus GfK ist mit einem Deichselkasten ausgestattet, in dem wir alles unterbrachten, was sonst in den Kofferraum des Zugfahrzeugs gemusst hätte.

Im Heck des Camp-Let ist die Küche montiert. Sie wird um 90 Grad ausgeschwenkt und dann von zwei dünnen Füßen abgestützt. Unter der Arbeitsplatte wird dann noch ein Gitterregal weggeklappt, das weiteren Stauraum bietet. Ein Dreiflammkocher auf der Arbeitsfläche mit schlichtem Spritzschutz muss an eine Gasflasche angeschlossen werden. Außerdem kann ein Wasserkanister daneben aufgestellt und mittels Tauchpumpe an den ausschwenkbaren Wasserhahn angeschlossen werden. Diese wird durch zwei Blockbatterien im Küchenblock betrieben. Das Ganze funktioniert recht gut, wenn man es mit der üblichen Kocherei beim Zelten vergleicht. Allerdings ist die Idee mit den Batterien nicht konsequent zu Ende gedacht, denn entweder hat man sowieso einen Stromanschluss am Platz oder sollte sich sonst vielleicht auf eine Handpumpe beschränken, anstatt Batterien nachkaufen und wegschmeißen zu müssen.

Nach dem Ausschwenken der Küche klappt man den Deckel des Camp-Let auf und hat in den Halbschalen die Liegeflächen der zwei Innenzelte vor sich. Darüber wird dann das Zelt wie ein Cabrioverdeck aufgeklappt. Bis es steht und mit Heringen gesichert ist, vergehen keine fünf Minuten. Dann werden die Zeltwände mit den Schiebestangen noch gestrafft. Jetzt könnte man das Zelt eigentlich schon für einen Kurzstopp benutzen.

Aber um das Ganze komplett aufzustellen, sollte man noch weitere Stangen zur Stabilisierung einziehen, dann noch eine Schürze zum Anhänger hin einknöpfen und an den Seitenwänden mit einem Reißverschluss befestigen. Bis dann noch der Zeltboden eingeklettet ist und diverse Lüftungen aufgeklappt und verspannt sind, vergeht gut eine halbe Stunde und mehr. So lange dauert das Aufstellen unseres alten Familienzeltes auch.

2017-06-07T16:49:04+00:00 Caravans, Wohntest|Kommentare deaktiviert für Wohntest: Camp-Let Classic – Schöner Nachläufer