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Knaus E-Power

Ins neue Licht gerückt

Knaus will sich durch Innovation und moderne Technologien beweisen. Gelingen soll dies mit der nächsten Stufe der Elektrifizierung, der Knaus E-Power.

Was die Aktiengesellschaft aus Jandelsbrunn mit dem CaraCito von Weinsberg 2020 angezettelt hat, will sie nun mit dem Knaus E-Power fortsetzen und bietet verschiedene Modelle der Baureihen Sport und Südwind mit einer komplett elektrischen Ausstattung an, verzichtet also auf die gesamte Gasinstallation.

Als Begründung haben die Macher bei Knaus folgende Argumente gefunden: 80 Prozent aller Caravans würden sowieso nur zwischen Ostern und Oktober genutzt. In diesem Zeitraum bräuchten die Besitzer in erster Linie ein Klimagerät und keine Heizung. Außerdem hätte die wachsende Zahl der Camping-Einsteiger nicht selten Probleme mit der Komplexität der Fahrzeugtechnik im Caravan sowie Berührungsängste mit Gasflaschen und Gasgeräten.

Konzepte mit Strom würden somit als Problemlöser fungieren, weil sicherer, wartungsärmer und intuitiver. Aber auch leichter, denn hier poppt ein weiteres Problem der Branche auf: Mit der 3,5- beziehungsweise 4,25-Tonnen-Regel beim Führerschein werden selbst mittelgroße Gespanne unmöglich, da Hybrid-Zugwagen allein den größten Teil auf die Waage bringen. Das träfe auch auf mögliche Mieter zu, die dann von geringeren Leergewichten der Fahrzeuge profitieren und mit der 3,5-Tonnen-Regel besser zurechtkämen – vorausgesetzt, ihr Zugwagen hat überhaupt noch einen Haken.

Ein Kombigerät mit Wärmepumpentechnik sorgt für ausgeglichene Temperaturen in den E-Power-Modellen von Knaus.
Foto: Knaus/Eckl

Von den Baureihen Sport und Südwind gibt es deshalb ausgewählte Grundrisse, die mit einem Heizung- und Klima-Kombigerät mit  Wärmepumpen-Technologie, einem Induktionskochfeld und einem Kompressor-Kühlschrank ausgestattet sind. „Das ist alles intuitiv bedienbar und vielen Campern bereits von zu Hause bekannt“, so der Hersteller. Wo das warme Wasser für die pandemiebedingt oft gewünschte Dusche herkommt, schweigt er sich aus.

Hier kommt die Knaus E-Power ins Spiel

Erfahrene Camper raufen sich nun die Haare, wenn sie an die Absicherungen auf Campingplätzen denken. Hier kommt nun das ins Spiel, was Knaus E-Power nennt. Diese intelligente Elektronik bietet eine variable Absicherung für sechs, zehn oder 16 Ampere, die alle Elektrogeräte im Fahrzeug steuert und priorisiert. Je nachdem, welche Absicherung auf dem Campingplatz vorhanden ist und welche Fahrzeugfunktionen gebraucht werden, wird das Kochfeld, die Beleuchtung, Heizung oder Klimagerät priorisiert – die smarte Steuerung kümmert sich darum und stellt die Energieverteilung so ein, dass die Sicherung auf dem Campingplatz nicht „herausspringt“. Das klingt clever.

Diese Grundrisse gibt es als vollelektrische Modelle

13 ausgewählte Grundrisse bei den Baureihen Südwind und Sport sind als vollelektrische Modelle erhältlich. Sie sind ausstattungsbereinigt 50 kg leichter als die Gas-Version und verfügen als Sport über eine umfangreiche Sonderausstattung – von den 17-Zoll-Alu-Felgen über Glattblech, fahrbarem 25-Liter-Abwassertank, Ambientebeleuchtung bis hin zu Insektenschutztür, Rauchmelder, BlueWater-Wasserfilter, Rollbettfunktion für Einzelbetten, Cozy Home und vielem mehr.

Ähnliches gilt für die drei Elektro-Grundrisse des Südwind, die 60-Years-Knaus-Ausstattung, die obige Details auch umfasst. Weiterhin sind alle Grundrisse mit Gas-Installation und als Serienmodell erhältlich. Über die Preise hat sich Knaus noch nicht geäußert.

Redaktion
Raymond Eckl
Raymond Eckl ist schon seit 1994 bei Camping, Cars & Caravans und wurde bereits ein Jahr später zum Chefredakteur.
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