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Adria Aviva

Große Sprünge für kleines Geld

Mit dem neuen Aviva will Adria frischen Wind ins Einsteigersegment bringen.

Viele pfiffige Ideen, Leichtbau und gute Preise sollen den neuen Aviva von Adria in die Herzen von Caravaning-Einsteigern spülen. Mit der neuen Produktmanagerin Erna Povh (sprich Poch) wurde eine Frau der Tat damit beauftragt, eine kleine, aber feine Modellpalette zu kreieren, die bei Gesamtgewichten unter 1.000 Kilogramm Paaren und Familien allen Komfort bieten soll. „Wir haben neun Grundrisse aufgelegt, die weitestgehend den Vorgängern entsprechen, aber alle durchweg innovativ modernisiert“, so die Produktmanagerin. Dies beginnt beim Adria-typischen I-Shape-Aufbau über fünf Prozent Gewichtseinsparung bis hin zum Deichselkasten, dessen Funktion weit über den Transport der Gasflaschen hinausreicht.

Vor dem imposanten Hintergrund der Skiflugschanze von Planica präsentiert sie anhand des ersten Prototypen die Vorzüge der neuen Avivas. Der Familiencaravan Aviva 472 PK trägt alles in sich, was Kunden elektrisieren soll: raumhoher Kühlschrank, große Kocher-Spüle-Kombination, neue Drehtoilette, komfortable Schlafmöglichkeiten. Durchweg Kriterien, die auch in der gehobenen Mittelklasse stattfinden. Damit Gewicht und Preis im Rahmen bleiben, reduziert Adria das Mobiliar. Statt Möbelklappen gibt es Schiebetüren, der Möbelbau ist konsequent geradlinig. Vorhänge ersetzen Raumteiler. Pfiffig ist das im Küchenblock integrierte Ikea-System mit den herausnehmbaren Aufbewahrungsboxen Trofast, die auch im Deichselkasten Platz finden. „Wir halten dies für superpraktisch, da die Boxen im eigenen Haushalt gefüllt werden und dann in den Caravan getragen werden können“, so Povh. Als Option gibt es noch ein Möbel fürs Vorzelt, wo genau diese Boxen auch passen. Es ist steckbar und kann kompakt im Stauraum unterm Bett verschwinden.

Im Deichselkasten finden sich auch diese Boxen und alle, die nun sagen, dass im Gaskasten eigentlich nichts transportiert werden darf, haben zwar Recht, aber Adria hat die Gasflaschen nochmals separat mit Kunststoffschalen gekapselt und erfüllt so die Norm nach DVGH.

Des Weiteren bereichern den Innenraum viele bunte Accessoires wie Haltestangen, Waschbeutel und Gummibänder. Wem das zu viel Türkis ist, kann die Griffschalen der Türen gegen braune tauschen, „die legen wir jedem Aviva bei“, so Povh. Eine Besonderheit im 472 PK ist das Elternbett. Es ist in der Größe variabel, damit Freiraum vor Kühlschrank und Bad entsteht. „Für die Nacht wird es einfach an die Toilettenwand gezogen und misst dann 140 mal 200 Zentimeter, tagsüber kann es als Sofa verwendet werden“, freut sich die fünffache Mutter. Auch an den Etagenbetten hat sie kinderfreundlich Einfluss genommen – hochgeklappt entsteht eine Spielfläche, aber natürlich auch Stauraum. Absturzsicherungen und Leiter sind vorbildlich.

Einziger Kritikpunkt im Aviva wäre das Finish der Möbel. Es könnte etwas Nachbehandlung vertragen, aber dies soll in der Serie besser werden, verspricht Povh. Was sie noch nicht versprechen kann, sind die Endkundenpreise. Sie sollen zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen, was je nach Modell entscheidend für den Erfolg im Wettbewerb sein kann. Große Sprünge sind dem Aviva bei kleinem Preis dann gewiss.

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