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LMC 2017

Es läuft im Münsterland

Moderate Modellpflege und die Aussicht auf technische Entwicklungen bestimmen das Angebot für die nächste LMC-Saison.

Nachdem die westfälische Traditionsmarke LMC im letzten Jahr das komplette Caravan-Programm auf eine Plattform-Strategie umgemodelt hat, gibt es für 2017 nur zurückhaltende Änderungen.

Der Musica 440 D im aktuellen Design mit hellem statt schwarzem Chrom. Der Schlafbereich ist großzügig geschnitten, das Bett ansehnlich dimensioniert.
Foto: Volker Stallmann

Einziger neuer oder vielmehr wieder aufgenommener Grundriss ist der 440 D, den es dank der neuen Ausrichtung als Musica oder Vivo gibt. Auf vielfachen Kundenwunsch kombiniert der Grundriss ein französisches Bett mit einer gemütlichen Rundsitzgruppe im Heck. Das Bett bietet mit 200 mal 144 Zentimetern für einen 230er-Aufbau mehr als Standardbreite. Das Längsbad neben dem Bett ist komplett in Holz gehalten bis hin zum Rost in der Duschwanne.

Die Küche besticht mit großen Auszügen und einer eleganten Koch-Spülen-Kombination, auf der auch größere Töpfe Platz haben. Daneben ist sogar noch Arbeitsfläche frei. Alle Küchenblöcke im Musica bekommen für 2017 statt des Holzdekors helle cremefarbene Fronten. Außerdem gibt es im Musica jetzt silberfarbene statt schwarz verchromte Griffe.

Weitere Modellpflegemaßnahmen betreffen drei Grundrisse. Den 470 D wertet eine Rundsitzgruppe statt der Heckdinette auf. Im 470 E und 490 E wachsen die jeweils kürzeren Einzelbetten auf 195 Zentimeter Länge. An technischen Neuerungen bekommen Vivo, Musica und Maestro serienmäßig USB-Steckdosen, was nicht nur jüngere Camper freuen wird. Außerdem gibt es neue MPK-Dachhauben mit integrierter seitlicher LED-Beleuchtung, die für ein angenehmes Licht im Schlaf- oder Wohnbereich sorgt.

In Sachen Aufbau sind die Münsterländer mit ihrer LLT-Technik bestens aufgestellt, doch auch hier gibt es Neues in Form einer 70 Zentimeter breiten Tür für alle 250er-Aufbauten und einer neuen Front für den Maestro. Eine neue Entwicklung, die Verbindung des LMC-Bus mit der iNet-Box von Truma, gibt es leider zunächst nur für die LMC-Reisemobile.

Dunkle Arbeitsflächen und helle Fronten bestimmen die Kücheneinrichtung. Der neue Grundriss erfüllt mit seiner Rundsitzgruppe im Heck Kundenwünsche.
Foto: Volker Stallmann

Die Caravan-Preise steigen je nach Baureihe zwischen 1,9 und vier Prozent. So gibt es jetzt sechs Einsteiger-Modelle Style ab 15.270 Euro, vom Vivo zehn Varianten ab 18.690 Euro, der Musica ist in 14 Versionen ab 19.890 Euro zu haben und die Preise der elf Maestros beginnen bei 23.520 Euro.

Neues Gesicht in der Oberklasse

Auch wenn sie mit ihrem holzfreien LLT-Aufbau im Wortsinne gut angezogen sind, ruhen die Münsterländer sich nicht aus. So bekommt der LMC Maestro eine neue Front, die rein optisch schon den Anspruch einer Oberklasse deutlich macht. Die große ABS-Maske mit flächenbündigem Fenster und unauffällig abgedecktem Griff sieht klasse aus. Leider entfällt hier der praktische Durchgriff zu den Gasflaschenventilen. Solche Bugmasken haben konstruktiv ihre Tücken, deshalb durchläuft diese Innovation ein aufwendiges Testprogramm, das CCC begleiten wird.

Redaktion
Volker Stallmann
Seit September 1998 ist Volker Stallmann Teil der CCC-Redaktion und zuständig für Caravan- und Autotests.
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