Basecamp, Barefoot, Beauer, Lume Traveler, Steeldrop und Caretta

Retro-Modelle

Wer dem Camping mit dem Caravan lieber etwas ungewöhnlich frönen will, kann nicht mal eben zum Händler nebenan gehen. Exotische Wohnwagen bekommt man nicht an jeder Ecke. Die muss man richtig suchen. Oft auch im Ausland und meist direkt beim Hersteller, auch wenn diese größte Bemühungen anstellen, ein kleines Händlernetz aufzubauen.

CCC hat sich mal umgeschaut, was gerade so Besonderes im Angebot ist. Erste Erkenntnis: Der Stil wiederholt sich oder besser gesagt, er lässt die guten alten Zeiten wieder aufleben.

Retro ist in. In Form und Farbe zelebrieren viele Modelle das Design der Sechziger, aber in einem modernisierten Erscheinungsbild. In den USA wogt diese Welle schon eine ganze Zeit lang und auch in Deutschland wurde sie ja jüngst von Eriba mit dem Rockabilly und dem Oceandrive aufgegriffen.

Meist sind die Exoten kompakt und leicht, aber nicht billig. Eben einfach anders als der Caravan von der Stange.

Basecamp

Basecamp

Retro oder nicht? Der Base von Airstream ist ein Versuch, sich vom klassischen Airstream-Bild zu lösen.

Airstream baut nicht nur die berühmten „Zigarren“, sondern bietet mit dem Basecamp auch einen kleineren und kompakten Wohnwagen an. Der Preis von umgerechnet rund 43.300 Euro macht aber auch gleich deutlich, dass das neue Modell seinen größeren Verwandten in Sachen luxuriöser Ausstattung nicht nachstehen will.

Mit einer großen Tür im Heck eignet sich der Wohnwagen mit einer Gesamtlänge von 5,15 Metern und einem Leergewicht von 1.300 Kilogramm auch für den Transport von Sperrigem. Eine zusätzliche Tür an der Seite sorgt für den einfachen Ein- und Ausstieg. Neben der kompakten Küche im Bug mit Zwei-Flammen- Herd, Spülbecken und Kühlschrank besitzt der Airstream Basecamp eine Nasszelle mit Toilette und Dusche sowie zwei Schlafplätze. Die Lieferzeit über den Europa-Importeur Roka beträgt bis zu acht Monate. (ampnet/gp)

Barefoot

Barefoot

Der Barefoot lehnt sich an klassische Caravanformen an, die mit Aerodynamik und Leichtbau den leistungsschwachen Zugwagen entgegen kamen.

Nicht nur die Amerikaner können trendige Wohnwagen im Retrodesign bauen, sondern auch die campingbegeisterten Briten. Entwickelt und designt wurde der Barefoot von Studenten der Universität Coventry.

Der Wohnwagen verfügt über ein galvanisiertes Stahl-Chassis, eine Karosserie in Monocoque-Bauweise aus Fiberglas und eine handgefertigte Küche. Den aerodynamisch gestylten Wohnwagen, dessen Innenraum und Technik weitgehend nach Kundenwunsch gestaltet wird, gibt es in verschiedenen Farbtönen zu einem Preis ab umgerechnet rund 29.500 Euro. Er ist 520 Zentimeter lang, 192 Zentimeter breit und 236 Zentimeter hoch.

Im Wohnraum gibt es eine große Rundsitzgruppe mit Polstern aus weißem Kunstleder, die in der Nacht zu einem Bett von 180 x 180 Zentimetern verwandelt werden kann. Hinzu kommt eine Küchenzeile mit einem zweiflammigen Kocher und einer Spüle, Heizung, Warmwasser-Boiler, farbige Schränke, ein Weinregal und eine Nasszelle.

Angeboten wird der Barefoot derzeit lediglich in Großbritannien. (ampnet/gp)

Beauer X3

Beauer 3X

Sein Vorbild ist die Austermann Knospe, die aber deutlich weniger aufblühte. Der Beauer X3 ist durch die individuelle Innenraumgestaltung ganz besonders.

Seit gut zehn Jahren tüftelt der Franzose Eric Beau an seiner Idee von einem stylischen Wohnwagen. Er wünschte sich einen kleinen, handlichen und rundlichen Caravan im Stil der 1960er-Jahre zurück. Aber ihm war auch klar, dass der Camper von heute auf Annehmlichkeiten wie ein separates Schlafzimmer, Küche und Toilette nicht verzichten will.

Der Slide-Out-Wohnwagen Beauer 3X verspricht kompakte Abmessungen während der Fahrt und viel Platz am Urlaubsort. Die erreichbare Raumerweiterung gab dem Beauer 3X auch seinen Namen, denn der zu beiden Seiten teleskopartig ausziehbare Caravan verdreifacht in weniger als 30 Sekunden seine Grundfläche von rund vier auf rund zwölf Quadratmeter. Das größere Modell 3X Plus bringt es sogar auf 28 Quadratmeter. Bis zu vier Personen können in den Caravans schlafen, zwei im Schlafzimmer und zwei im Wohnbereich, dessen Sitzgruppe sich zu einem Doppelbett umbauen lässt.

Die Preise für die zweifach ausziehbaren Caravans liegen zwischen 27.900 Euro für den Beauer 3X mit zwölf Quadratmetern und 49.900 Euro für den 3X Plus mit 28 Quadratmetern.

Lume Traveler

Lume Traveler

In Form und Farbe gibt sich der Lume sehr amerikanisch. Bei der Qualität eher weniger, denn die Niederländer um Hein van de Laar sind absolute Highend-Fanatiker. Alles ist aus erlesenen Materialien und handwerklich bestens verarbeitet.

Auch unsere niederländischen Nachbarn stehen auf Retro. Der Lume Traveler aus Utrecht entstammt der Idee, an den schönsten Plätzen in der Natur unter dem Sternenhimmel in einem bequemen Bett zu schlafen und draußen auf einem vollwertigen Herd zu kochen. Der Lume ist also ein Schlaf- und Kochwagen, als Aluminium-Sandwich-Konstruktion gefertigt. Charakteristisch für den 5,17 Meter langen Lume ist die Verwendung von Blindnieten.

Der zwei Meter breite Lume Basic ist ab 39.950 Euro zu haben und bietet eigentlich bereits alles was man braucht, wenn man „back to basic“ will. Stolzer Preis? An erster Stelle steht bei Lume Qualität. So sind eine Arbeitsplatte aus Edelstahl in der Außenküche, Wände aus natürlichem Wollfilz und ein Teakholzboden an Bord. Für die Outdoor-Küche, verborgen unter einer über die gesamte Fahrzeugbreite reichende Heckklappe, stehen zwei Pitt-Cooking-Gasbrenner und ein 40 Liter fassender Kühlschrank bereit. Außerdem gibt es einen Gasanschluss für einen Grill.

Mindestens 46.500 Euro sind für die Vollversion fällig. Noch in diesem Jahr soll es auch eine XXL-Version geben, die wie die anderen direkt ab Werk zu beziehen ist. (ampnet/gp)

Steeldrop

Steeldrop mit Markise

Aus den Anfängen des Caravaning in den USA stammt die Teardrop-Form. Aerodynamisch und funktional waren es die ersten günstigen Anhängsel am Pkw, um die Weiten des Landes zu erkunden.

Dieselben Gene und auch die gleiche Ideologie wie der Caretta hat der SteelDrop von Lifestylecamper. Camping-Adventure im hessischen Mömbris importiert ihn aus der Ukraine und bietet ihn als Base, quasi eine Naked Version, ab 11.490 Euro an. Der echte SteelDrop ist ab knapp 14.000 Euro zu haben. Er macht dann seinem Namen aber auch alle Ehre, denn er ist mit rostfreiem Edelstahl belegt.

Dennoch wiegt er leer nur 470 kg und ist mit 350 x 195 x 170 cm etwas kompakter als der Caretta. Er rollt auf einem Chassis von Al-Ko und die Ausstattung der Heckküche und dem Wohnraum mit Bett ist typisch. Stoßdämpfer, Heckstützen, Lattenrost, Ablagenetze, Becherhalter, Kleiderhaken, Kühlbox, Gasanschluss und Schneidbrett sind dann mit drin. Wer es nicht ganz so rund wie eine Träne (Teardrop) mag, bekommt bei Camping-Adventure auch den etwas kantigeren X-Line mit Offroad-Attributen.

Caretta

CarettaEr ist quasi der Vorreiter der Retrowelle, denn seit einigen Jahren kommt aus der Türkei der Caretta zu uns – inzwischen sogar mit einem kleinen Händlernetz. Obwohl Caretta Meeresschildkröte bedeutet, stammt seine Teardrop-Form ganz klar aus den USA, aber nicht aus den 1960ern, sondern aus den 1930ern.

Hersteller Basoglu interpretiert die Tropfenform sehr elegant, setzt auf die typische Küche unter der Heckklappe und bringt im 410 x 205 x 174 cm messenden Aufbau aus GfK ein schönes Bett unter. Er wiegt samt Chassis 500 kg, hat zwei Türen, eine Dachluke und eine Elektroinstallation samt Batterie.

Der Preis startet bei 8.990 Euro. Alternativ ist er auch als Offroad-Version zu haben und entsprechend wuchtig ausgestattet, dann aber auch fünfstellig.

2019-04-03T10:28:37+00:00Caravan Neuheiten, Teaser Startseite 1|Kommentare deaktiviert für Caravans im Stil der 60er-Jahre