Dethleffs C’joy 480 QLK im Test Foto: Familie Gresser Fotos
  • Dethleffs C’joy 480 QLK 1 / 4 Foto: Familie Gresser
    Geschlafen wird im 480 QLK in Bug und Heck. Die Bettengrößen sind für das Paar gerade noch akzeptabel, für die Kinder aber perfekt.
  • Dethleffs C’joy 480 QLK 2 / 4 Foto: Familie Gresser
    Die Oberschränke haben riesige Klappen und einfache, aber sehr stabile Verschlussmechanismen.
  • Dethleffs C’joy 480 QLK 3 / 4 Foto: Familie Gresser
    Der Stauraum unter dem Bett kann gut für große Dinge wie Fahrräder genutzt werden.
  • Dethleffs C’joy 480 QLK 4 / 4 Foto: Familie Gresser
    Das Etagenbett im Heck ist stabil, recht gut gesichert und über die Leiter gut erreichbar. Die Belüftung erfolgt über ein Seitenfenster.

Dethleffs C’joy 480 QLK

Dem Kind zur Freude

Kommt C‘joy eigentlich von Childrenjoy, also Kinderfreude? Familie Gresser war mit C’joy 480 QLK  unterwegs Camping Village Isolino nach Feriolo bei Verbania am Lago Maggiore. Und den Kindern hat der Urlaub prima gefallen.

Die Anreise mit Dethleffs C’joy 480 QLK

Die Fahrt mit dem Dethleffs C’joy 480 QLK war entspannt. Mit 2,12 Meter Breite ging alles problemlos. Auch am Lago Maggiore – hatte niemand Angst vor den Felswänden. Zusätzliche Außenspiegel hätte die Mercedes-Benz V-Klasse der Familie nicht benötigt.

Innenraum des Dethleffs C’joy 480 QLK

Aber nicht nur außen ist der 480er kompakt. Innen sind Bett und Sitze im Bug kombiniert. Direkt an das Doppelbett quer schließt die Dinette an. Es folgen Bad und Küche.

Für die Jungs war das Stockbett das Highlight. Aber auch als Stauraum ideal – Lattenrost und Matratze nach oben klappen, gut mit Gurten befestigen und schon waren ein großes Fahrrad und die Kinderfahrräder verstaut.

Neben dem Stockbett befindet sich der Wäscheschrank. Auf eine kleine Garderobe folgt die Tür zum Bad. Außerdem gibt es einen Kleiderschrank und zwei Staukisten mit  allerdings relativ wenig Stauraum, da sich neben dem großen Wassertank auch noch die Therme befindet.

Stauraum für Kleider bieten die Oberschränke über der Sitzgruppe und dem Elternbett. Ein riesiger Stauraum ist natürlich unter dem Bett. Trotz klappbarem Lattenrost ist er von innen aber schwer erreichbar und von außen sollte er zwei Stauklappen haben, aber insgesamt ist er super für große, lange und sperrige Gegenstände.

Das Bett ist breit genug, sogar nächtlicher Besuch eines der Kinder war noch möglich. Allerdings hatte derjenige, der hinten am Fenster schlief, immer etwas mit den Vorhängen und der schrägen Wand Probleme. Beim Umdrehen in der Nacht war es doch teils ein beengendes Gefühl. Familie Gresser würde deshalb die Vorhänge weglassen.

Auch die Rollos haben ihre Tücken. Aufgrund der 190 Zentimeter Bettlänge stößt man mit Fuß oder Kopf ständig dagegen und sie springen mit einem Knall hoch. Sehr schön sind die vielen Fenster dennoch für Licht am Tage und frische Luft in der Nacht. Allerdings musste man das ein oder andere Fenster mehrmals hoch und runter drücken, um es zum Öffnen einrasten zu lassen.

Der Küchenblock ist kompakt gestaltet, der sehr kleine, nicht sehr tiefe Kühlschrank allerdings nicht mehr zeitgemäß. Es war kaum möglich, Flaschen im Kühlschrank unterzubringen. Auch die Gemüseschublade war sehr schmal. Also hatten wir zusätzlich noch eine Kühlbox im Einsatz. Ansonsten war der Stauraum ausreichend – nur  die Besteckschublade dürfte etwas größer ausfallen. Auf dem Kochfeld konnte man leider nur einen großen Topf oder zwei kleinere gleichzeitig benutzen.

Was Familie Gresser fehlte, waren Steckdosen. Es gab genau eine Steckdose am Kochfeld. Deshalb war es notwendig, eine Mehrfachsteckdose anzuschließen, um alle elektronischen Geräte laden zu können. Ebenso ungeschickt: der fehlende zentrale Lichtschalter an der Eingangstür. Man musste im Dunkeln durch den ganzen Wohnwagen oder schon vorn bei den schlafenden Kindern das Licht anmachen. Über dem Elternbett gibt es Leselampen, die auch nur direkt geschaltet werden können. Die Ausleuchtung insgesamt ist aber sehr gut.

Das Bad ist nicht wirklich groß, nur die Kinder gingen nachts auf die Toilette, ansonsten wurden die sanitären Anlagen des Campingplatzes genutzt. Es war sogar das Duschpaket installiert, das den Wasserhahn zum Duschkopf macht. Den Duschvorhang empfand Familie Gresser allerdings überdimensioniert. Er wurde gleich zu Beginn des Aufenthaltes abmontiert, da er die Kinder auf der Toilette störte.

Auch sehr unpraktisch: es gab keine verschließbaren Schränke im Bad, so mussten während der Fahrt alle Duschutensilien in Taschen untergebracht werden.

Fazit:

Der C’joy 480 QLK ist ein kompakter, sportlicher Familien-Wohnwagen ohne großen Luxus oder Komfort, aber einfach zu fahren. Familie Gresser hat sich als vierköpfige Familie darin wohlgefühlt. Bei schlechtem Wetter wäre es aber sicher nicht so entspannt gewesen. Das Hin- und Herräumen der Gebrauchsgegenstände wäre sicher auf Dauer anstrengend geworden.

Beim Schlafen wäre Trennung sinnvoller gewesen: Ein Erwachsener auf der großen Liegefläche auf dem Klapptisch und Sitzecke und einer im Bett, das wäre sicher sehr viel entspannter gewesen. Man merkt im Übrigen an der Verarbeitung der Schränke und Betten, dass sich dieser Wohnwagen im Einsteigersegment bewegt.

2019-02-21T14:12:08+00:00Teaser Startseite 1, Wohntest|Kommentare deaktiviert für Dethleffs C’joy 480 QLK im Test