Wohntest Fendt Saphir 560 SKM Foto: Carina Böwing Fotos
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Fendt Saphir 560 SKM

Ein echter Familiencaravan?

Meine Familie, Matthias (47), Elina (10), Marit (6), und ich (40) traten im Sommer 2018 zum Wohntest mit dem Fendt Saphir 560 SKM an.

Unser mobiles Heim gefällt mir sofort – sowohl von außen, als auch von innen. Im Gegensatz zu mit Hochglanz-Schick ausgestatteten Caravans besticht der Saphir mit schlichter Eleganz. Das Holzdekor hat den Farbton Kastanie, die hellen Fronten der Küche heben sich davon ab. Die dunkelgrauen Polster passen perfekt zu den anthrazitfarbenen Zierleisten an den Oberschrankklappen.

Außergewöhnlicher Grundriss

Der Grundriss erscheint etwas ungewöhnlich – das Elternbett ist gleich rechts neben der Eingangstür. Am Fußende befindet sich ein schmaler Schrank mit Kleiderstange und Fachboden, der sich auch als Garderobenschrank nutzen lässt. Es gibt einen kleinen Durchgang, sodass das Bett auch vom Fußende aus zugänglich ist. Allerdings verleitet die freie Fläche am Boden des Eingangsbereichs dazu, als Abstellfläche genutzt zu werden. Daher gehen auch unsere Meinungen bezüglich des Fensters mit bodenlangen Vorhängen auseinander: Mein Mann findet, dass diese „im Weg“ sind, mir gefällt die Optik, die ein bodentiefes Fenster suggeriert. Das Fenster am Kopfende des Bettes hätte ich dagegen nicht unbedingt gebraucht. Das hintere Bett verfügt über Ablagen und eine Steckdose, meine Brille findet aber leider nur ganz oben auf dem Rüttelbord Platz.

Es folgt ein extrem schmaler Schrank mit Fächern, über dessen Sinnhaftigkeit man streiten kann. Ein aufwändiges Möbelstück, das sich nur als Wäscheschrank eignet. Etwas anderes lässt sich nicht darin unterbringen, da noch eine Ecke für den Faltvorhang wegfällt. Ich hätte eine Art Raumteiler, der von der Essecke aus noch Ablagefläche bietet, bevorzugt.

Große Sitzgruppe und Küchenzeile

Die großzügige Sitzgruppe ist natürlich ein genialer Vorteil des 2,50 Meter breiten Caravans. Wir sitzen zu viert sehr komfortabel, als uns schlechtes Wetter dazu zwingt, im Innenraum zu speisen. Allerdings hat die Ausführung den Namen Rundsitzgruppe nicht ganz verdient. Die hintere Bank ist zu schmal und unbequem, d. h. zwei Personen sitzen vorne und zwei an der Ecke. Trotzdem haben wir deutlich mehr Platz als an einer Seitendinette.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die geräumige Küchenzeile. Sie ist mit drei Oberschränken, tiefen Schubladen und einem praktischen Apothekerauszug für Flaschen ausgestattet und bietet ausreichend Fläche, um die Familie zu bekochen. Der geräumige Kühlschrank hat 140 Liter Fassungsvermögen.

Kinderbereich nicht optimal

Die Kinder haben an der Längsseite im Heck zwar ihr Stockbett, aber keinen wirklichen Kinderbereich. Der große Kleiderschrank mit Stange gehört der ganzen Familie, einen Kinderschrank gibt es nicht. An den Betten sind keinerlei Ablagen. Gut, wenn die Mutter noch flugs ein paar Utensilos nähen kann. Die Spielsachen kommen in Kisten in den Stauraum unter dem unteren Stockbett. Der Hubmechanismus geht allerdings sehr schwer, die Kinder müssen mehrmals um Hilfe bitten. Kritisch sehe ich außerdem die Heizung direkt neben dem Bett. Unsere Tochter hatte öfters den Arm seitlich aus dem Bett hängen. Wenn der Faltvorhang abends geschlossen ist, hat man trotz mehrerer Umluftauslässe das Gefühl, dass hauptsächlich der hintere Bereich des Wohnwagens warm wird.

Luxuriöses Bad, pfiffige Details

Das Bad befindet sich ebenfalls im Heck und ist sehr luxuriös mit einer vollwertigen Dusche ausgestattet, die allerdings viel Raum einnimmt. Die Toilette ist zwar schwenkbar, aber das Waschbecken ist trotzdem nur schlecht zugänglich. Einen Toilettenpapierhalter sucht man vergebens.

Die Beleuchtung ist im Großen und Ganzen schön gestaltet. Im hinteren Teil des Caravans ist es dennoch etwas duster, die als Sonderausstattung erhältliche Schrankleuchte ist daher dringend zu empfehlen. Pfiffig ist die integrierte USB-Lademöglichkeit, die in den Leseleuchten der Kinder integriert ist. USB-Steckdosen wären aber auch im Bereich der Sitzgruppe sinnvoll. Hier gibt es nur eine Steckdose, was definitiv zu wenig ist. So liegen Handy und Co. meist auf der Arbeitsfläche der Küche.

Sinnvolle Extras – wenig Zuladung

An Extras verfügt das Testfahrzeug über eine Rangierhilfe und ein Autarkpaket. Nachteil: Die hochwertige Ausstattung wirkt sich negativ auf die Zuladung aus. Trotz Auflastung auf 1.800 kg verbleiben lediglich 172 kg für die Campingausrüstung und das Gepäck. So herrscht beim Packen eine ständige Angst vor Überladung.

Fazit:

Der Saphir 560 SKM ist ein toller Caravan mit ausreichend Platz für eine vierköpfige Familie. Dennoch kommt das Gefühl auf, in einem Wohnwagen für Paare zu wohnen, in dem zufällig noch ein Stockbett Platz fand. Natürlich bekommt man alles unter, aber der Aufbau ist meiner Meinung nach nur halbherzig für Familien konzipiert.

  • Info: Fendt

  • Text: Carina Böwing

  • Bilder: Carina Böwing

2019-02-14T14:00:10+00:00Teaser Startseite 2, Wohntest|Kommentare deaktiviert für Wohntest Fendt Saphir 560 SKM