Tabbert Vivaldi 685 DF im Test

Sommerresidenz

Tandemachser sind auf französischen Campingplätzen verpönt. Warum auch immer. Aber die Durchreise an die Costa Dorada südlich von Barcelona kann man mit einem Tandemachser schon wagen.

Der Vivaldi 685 DF ist das größte Exemplar der Baureihe bei Tabbert und erfordert mit 1.800 Kilogramm Leermasse schon einen passenden Zugwagen. Mit der V-Klasse von Mercedes-Benz steht uns dies zur Verfügung und dem Familienurlaub XXL nichts mehr im Wege. Schon das Packen machte Spaß, denn in den Vivaldi geht eine Menge rein. Jeder hatte genügend Platz für Kleider und alles, was man so zum Zeitvertreib benötigt. Die Fächer im Vivaldi sind praktisch angeordnet und auf maximale Aufnahmekapazität ausgelegt. Einen kleinen Abzug gibt es beim Beladen für die wenigen Außenklappen. Hier gibt es nur eine hinten rechts neben der Eingangstür zum Beladen des Stauraumes unter der Rundsitzbank. Sonst ist alles schnell eingerichtet und verstaut – es kann losgehen.

Die Anreise ist trotz der 17 Stunden reiner Fahrzeit sehr bequem. Die Laufkultur des Gespanns war sehr komfortabel. Auf dem Campingplatz Sanguli Salou war eine große Parzelle reserviert, die Anschlüsse sind schnell gelegt. Was wir etwas vermisst haben an unserem XXL-Wohnwagen, ist eine Außensteckdose. Das wäre neben der Tür eine praktische Sache.

Das abgetrennte Schlafzimmer mit Queensbett ist perfekt für die Erwachsenen. Die Schiebetür trennt auf Wunsch den Bereich komplett ab, sodass der Vivaldi fast wie ein 2,5-Zimmer-Appartement wirkt. Auch im Umbaubett im Heck können zwei Personen gut schlafen.

Das Bad ist für die Morgentoilette und zum Duschen ausreichend groß und bietet genügend Platz für Utensilien. Es fehlen vielleicht noch ein paar Details wie Haken an der Wand, um Tücher und Waschlappen aufzuhängen und auf der Toilette können nur Menschen mit kurzen Beinen sitzen. Die Dusche wiederum ist komfortabel.

Auch Küche und Rundsitzgruppe sind sehr großzügig dimensioniert und mit der kleinen Theke fühlt man sich wie in einer offenen Essküche mit Bar. Die Arbeitsplatte ist jedoch sehr kratzempfindlich, wie auch die Materialien der Tischoberfläche und des Fußbodens. Um die Ecke am Eingang findet man sogar eine kleine Vitrine, die zur Rundsitzgruppe hin Wohnlichkeit ausstrahlt.

An Platz wurde auch bei der Sitzgruppe nicht gespart. Es passen bequem fünf bis sechs Personen an den Tisch. Hier treffen wir uns gerne für Gesellschaftsspiele und natürlich zum Essen, wenn es nicht draußen sein soll. Ein Platzangebot auch für Regentage, die wir glücklicherweise in Spanien nicht hatten.

  • Info: Tabbert

  • Text: Oliver Berthold

  • Bild: Oliver Berthold

2017-08-21T15:41:13+00:00 Caravans, Wohntest|5 Kommentare

5 Kommentare

  1. Helmut Leidinger 19. November 2015 um 17:34 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir fahren jedes Jahr mit unserem Hymer Eriba S 670 LE jedes Jahr durch Frankreich und hatten noch nie Probleme einen Stellplatz zu bekommen selbst wenn vor dem Campingplatz ein Verbotsschild für Tandemachser stand. Die Verbote werden nur vorgeschoben um das fahrende Volk fern zu halten. Diese Auskunft bekommt man hinter vorgehaltener Hand zu hören.

    Mfg
    Helmut Leidinger

  2. H. Schinkel 19. November 2015 um 19:33 Uhr

    Tabbert finde ich schon interessant. Mich wundert allerdings, das viele sehr schnell wieder abgestoßen werden. Scheinbar gibt es da doch ein paar Probleme. Camper mit denen ich gesprochen habe, sind von der Qualität jedenfalls nicht überzeugt. Ist der Redaktion darüber etwas bekannt?

  3. K.Sieve 19. November 2015 um 20:38 Uhr

    So, das war der Anlesetext, der Teaser. Und wo, bitte, geht es zum eigentlichen Artikel???

    • Maren Schultz 20. November 2015 um 9:11 Uhr

      Hallo,
      was genau meinen Sie? Sie haben doch unter dem „eigentlichen Artikel“ kommentiert?
      Mit freundlichen Grüßen
      Maren Schultz
      Redaktion
      Camping, Cars & Caravans

  4. Henning Busse 20. November 2015 um 12:38 Uhr

    Ein Hinweis von gravierender Bedeutung fehlt jedoch in dem Artikel. Wenn das Gespann eine Länge von mehr als 12m erreicht,
    sind in Spanien am des Caravan (genau wie bei LKW Anhängern)
    gelbe Warntafeln mit orangem Rand vorgeschrieben. Diese müssen fest am Caravan-Heck befestigt werden. Mißachtung führt zu drakonischen Strafen bis zur Beschlagnahmung des Gespanns.
    Mit freundlichen Grüßen

    Henning Busse

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