Wenn auf einem Fahrzeug die grüne Land-Rover-Plakette prangt, dann erwartet der Kunde in der Regel zwei Dinge: Einen brachialen Geländewagen und einen nicht ganz niedrigen Fahrzeugpreis. Abgesehen vom Range Rover Evoque lag er damit bisher auch gar nicht so falsch. Seit 2015 gesellt sich zum modischen Evoque aber der Land Rover Discovery Sport. Mit 32.850 Euro Grundpreis in der einfachsten Ausstattung Pure und mit 150-PS-Turbodiesel, Sechsgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb und 1.800 Kilogramm Anhängelast ist der SUV eine günstige Möglichkeit, Land Rover zu fahren. Alle anderen Varianten dürfen zwischen 2.000 und 2.500 Kilogramm an den gut erreichbaren Haken nehmen. Das sollte für Caravaner mehr als ausreichen.

Ob der Brite die in ihn gesetzten hohen Erwartungen erfüllt, soll der Testwagen Discovery Sport TD4 HSE mit 180 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe, Allradantrieb und zwei Tonnen Anhängelast zeigen.

Bereits beim Einsteigen fallen die gro.zügigen Platzverhältnisse auf den Vordersitzen und auf der Sitzbank auf. Auch die Kopffreiheit ist sehr gut – dank hohem Dach und großer Innenbreite. Hinter der Sitzbank baut Land Rover für 1.900 Euro zwei versenkbare Sitze ein, sodass der Discovery Sport dann sieben Personen aufnimmt. Allerdings bleibt hinter der dritten Sitzreihe dann nur wenig Kofferraum übrig.

Unterwegs bleibt das Motorengeräusch auch bei höherem Tempo niedrig, und die gesamte Geräuschkulisse empfinden Fahrer und Mitfahrer als angenehm.

Der Zweiliter-Turbodiesel mit 180 PS hat mit dem 1.700 Kilogramm schweren Fendt Redaktions-Caravan keine nennenswerte Mühe. Das Einzige, was dann nicht mehr so recht passen will, ist die Schaltempfehlung im Tacho-Display. Kupplung und Getriebe zeigen sich der Last ebenfalls gut gewachsen. Wie es sich für einen Land Rover gehört, dreht – egal, in welchem Camping-Terrain – auch mit Caravan am Haken kein Rad durch. Unterwegs bleibt das Gespann stets stabil. Hilfreich ist zudem das Terrain Response-System, bei dem der Fahrer zwischen den Fahrprogrammen Normal, Gras/Schotter, Schnee, Schlamm, Sand und Dynamic wählt. Letzteres eignet sich besonders für Fahrten auf guten Straßen. Das System nimmt unter anderem Einfluss auf Motor- und Getriebemanagement sowie auf die Differenzialsteuerung.

2016-06-13T10:31:07+00:00 Cars, Fahrberichte|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Hans Schorrer 15. Juni 2016 um 20:24 Uhr

    Ihr schreibt im Titel der billige ist gut und testet dann den teuren . Testet doch den billigen. Nicht jeder kann 60.000 hinlegen.

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