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Opel Astra Business 1.4 Ecotec Ecoflex

Markant und kompakt

Außen schnittig, innen mehr Platz, dazu jede Menge Technik – so jagt der Opel Astra den VW Golf.

Die auffällige, fast schon spektakuläre C-Säule, seine ansteigende Fensterlinie und klare Kanten machen ihn zum Hingucker. Der Astra ist flacher und kürzer als sein Vorgänger, innen hat er dennoch viel Platz zu bieten. Deutlich leichter ist er geworden, das macht ihn flott trotz Downsizing-Motorenpalette. Sehr komfortabel ist er außerdem. Der 1,4-Liter-Ecoflex-Benziner im Test liefert 125 PS ab 4.000 Touren und – für Caravaner noch wichtiger – 230 Nm schon ab 2.000 Touren.

Das weckt doch erhebliche Erwartungen daran, wie der kompakte Opel sich vor dem Caravan macht. Immerhin sind 1.450 Kilogramm Anhängelast in der Kompaktklasse schon ein Wort. Kaum angekuppelt und mit dem Gespann auf der Straße zeigt sich: Der Astra packt den Caravan leicht. Was niemanden mehr überrascht, der den Astra vorher solo schon mal hat laufen lassen. Flott, leise und kraftvoll zieht der 1,4-Liter-Benziner durch, per Sechsgang-Schaltgetriebe leicht im optimalen Drehzahlbereich gehalten. Auch vor dem Caravan braucht der Benziner nur leicht höhere Touren, um mit ähnlichem Spaß voranzukommen. So bleibt er im Gespann bei moderater Fahrweise unter zehn Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.

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Technisch ist der Astra mit so ziemlich allen gängigen Helferlein zu haben – auch solchen, die sonst allenfalls in der Oberklasse Dienst tun. So gibt es das Voll-LED-Matrix-Licht in dieser Klasse nur im Astra. 16 LEDs in den Frontscheinwerfern leuchten die Fahrbahn weiter und heller aus als herkömmliches Fernlicht. Erkennt das System ein entgegenkommendes Fahrzeug, werden einzelne LEDs maskiert. So passiert der Gegenverkehr trotz eingeschaltetem Fernlicht, ohne geblendet zu werden – gewöhnungsbedürftig, aber genial. Spurhalteassistent mit Lenkeingriff, Totwinkelüberwachung, Front- und Heckkamera sind unter anderem selbstredend alle zu haben. Und im Astra vernetzen sich die Systeme. Zum Beispiel gleicht die Frontkamera ihre Verkehrszeichenerkennung mit im Navi hinterlegten Daten ab, um die optimale Sicherheit bei der Anzeige von Tempolimits zu erreichen. Auch Abstandswarner und Spurhalteassistent arbeiten mit der Frontkamera zusammen. Wer ohne derlei moderne Technik einfach gut und bequem Auto fahren will, kommt im Astra freilich auch auf seine Kosten. Das Fahrwerk schluckt lange Wellen perfekt, selbst harte Stöße dringen nicht unangenehm nach innen durch. Die Preise beginnen bei 17.260 Euro für den 1,4-Liter-Benziner mit 100 PS und 900 Kilogramm Anhängelast. Der Dreizylinder mit 1.000 Kubik und 105 PS für 18.360 Euro darf immerhin 1.220 Kilogramm ziehen. Der Testwagen liegt gut ausgestattet bei 25.550 Euro.

Opel Astra Business 1.4 Ecotec Ecoflex

  • Motor: Vierzylinder-Ottomotor, Hubraum: 1.399 cm3, Leistung: 92 kW (125 PS) bei 4.000–5.600/min, max. Drehmoment: 230 Nm bei 2.000–3.500/min, Start-Stopp-Automatik
  • Antriebsart/Getriebe: Frontantrieb, Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Massen: Leermasse: 1.335 kg, zul. Gesamtmasse: 1.833 kg, Zuladung: 498 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst: 1.450/620 kg, max. Anhängelast mit B-Führerschein: 1.450 kg, Leistungszuggewicht: 35,7 kg/kW
  • Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h, Beschleunigung 0–100 km/h: 9,5 s
    Verbrauch: Super 5,1 l/100 km (solo)/9,3 l/100 km (Gespann)
  • Serienausstattung (Auszug): Geschwindigkeitsregler/-begrenzer, Klimaanlage, Lenkrad mit Bediensatelliten, Einparkhilfe hinten, Radio R 300 B mit 4 Lautsprechern, Komfortsitze vorne, Reifendruck-Kontrollsystem
  • Sonderausstattung (Auszug): Ergonomiesitze mit Gütesiegel AGR für Fahrer und Beifahrer, Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Intellilux-LED-Matrix-Lichtsystem, Leichtmetallfelgen, Business-Upgrade Komfort, Business-Upgrade Navigation Plus, Digital-Audiosystem
  • Grundpreis: 19.600 Euro
  • Testwagenpreis: 25.550 Euro
  • AHK abnehmbar: 695 Euro
  • Versicherung: Haftpflicht 18, Vollkasko 20, Teilkasko 21
Redaktion
Mathias Piontek
Mathias Piontek ist seit Juli 2006 zunächst als Volontär dann als fester Redakteur im Team von Camping, Cars & Caravans.
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