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Jeep Grand Cherokee

Nobler Ami

Der europäische Einfluss tut dem US-Boliden gut. Nicht nur im Gespannbetrieb ist der große Jeep besser geworden.

Jeep: Der Name verheißt abenteuerliches Flair – und das hat der neue Grand Cherokee auch. Aber insgesamt ist er eleganter geworden und die Qualität und Optik der Innenausstattung passen nun in die Oberklasse. Auf dem Papier war der große Jeep immer schon für bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast gut, was auf entspannte Campingreisen hoffen lässt. Im praktischen Gespanneinsatz allerdings erreichten die US-Boliden mit ihren auf den typisch amerikanischen Komfort ausgelegten Fahrwerken nie so recht die Fahrstabilität der europäischen Konkurrenz.

Der aktuelle Grand Cherokee zeigt: Das geht auch im großen Ami-Allradler besser. Der getestete Grand Cherokee Overland überzeugt mit seinem Luftfeder-Fahrwerk solo wie vor dem Anhänger. Weder Straßenunebenheiten noch schwingende Last am Haken bringen ihn aus der Ruhe oder gar den Fahrer ins Schwitzen. Nicht nur im Gespannbetrieb höchst angenehm sind auch die Geschwindigkeitsregelung, die den eingestellten Abstand zum Vorderman einhält sowie die Berganfahrhilfe. Die Anhängerstabilisierung sorgt im Fall der Fälle für ein deutliches Plus an Sicherheit. Sein 250 PS starker V6-Diesel treibt die Fuhre dabei souverän und so kraftvoll voran, dass ein Gespannverbrauch von 12 Litern Diesel auf 100 Kilometer schon fast als günstig gelten darf. Einstiegsmotorisierung ist der Dreiliter-Diesel mit 190 PS, bei den Benzinern reicht die Bandbreite vom 3,6-Liter-V6 mit 286 PS bis zum 468 PS starken 6,4-Liter-V8 im SRT. Der schwächste Benziner darf 1.588 Kilogramm ziehen, mit Niveauregulierung hinten sind es 2.268. Der 468 PS starke SRT darf wie die stärkeren Summit-Versionen 2.949 Kilogramm an den Haken nehmen. Die Preise liegen zwischen 48.300 und 83.900 Euro. Der sehr gut ausgestattete Testwagen kommt auf 71.900 Euro.

Infobox

Den vollständigen Fahrbericht inkl. Gespannbewertung von Volker Stallmann finden Sie in der CCC-Ausgabe 08/2015.

Redaktion
Volker Stallmann
Seit September 1998 ist Volker Stallmann Teil der CCC-Redaktion und zuständig für Caravan- und Autotests.
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