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Nissan X-Trail

Eingekreuzt

Der X-Trail ist zum smarten SUV mutiert. Was bringen die neue Gene im Gespann?

Man sieht ihm eine Ähnlichkeit mit seinen Ahnen nicht mehr an, dem aktuellen X-Trail. Über fast anderthalb Jahrzehnte hielt Nissans Mittelklasse-SUV am offroadigen Auftritt fest, jetzt kommt es modern getrimmt daher. Die Fans des charaktervoll kantigen Auftritts wurden in den letzten Jahren aber nicht eben mehr. So soll der optische Umstieg ins Crossover-Segment dem X-Trail neue Freunde bescheren, die eher dem Mainstream folgen.

Die neue Form hat aber auch ganz praktische Auswirkungen. So ist der Radstand bei fast gleicher Außenlänge um 76 Millimeter gewachsen, was vor allem dem Platz für die Fondpassagiere zugute kommt. Einzeln verschiebbare Rücksitze mit neigungsverstellbaren Lehnen machen den X-Trail auch in der zweiten Reihe ausgesprochen reisetauglich. Auf Wunsch gibt es noch zwei Sitze für Kinder dahinter. Vorn sitzt man nicht minder komfortabel und die Technik unterstützt den Fahrer nach Kräften. Neben Geschwindigkeitsregelung, Lichtautomatik, Spurkontrolle und -assistent, Berganfahrhilfe oder Verkehrszeichenerkennung sind noch eine Menge mehr technische Hilfen zu haben. Zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, ist der Rundumblick im Display über vier Kameras zum Rangieren wirklich hilfreich, denn der X-Trail ist dank hoher Haube und deutlich ansteigender Gürtellinie nicht eben übersichtlich. Während sich X-Trail-Käufer bei der Auswahl von Extras über die umfangreiche Serienausstattung hinaus dem Kaufrausch hingeben können, ist die Auswahl in Sachen Motor übersichtlich. Es gibt derzeit nur den 130 PS starken 1,6-Liter-Turbodiesel. Das klingt nicht nach beeindruckender Kraft für zwei Tonnen Anhängelast. Doch hält man den Vierzylinder bei Laune, sprich jenseits von 1.900 Umdrehungen, wirkt er auch im Gespann nicht angestrengt. Aus deutlich tieferen Drehzahlen zieht er auch solo nicht kraftvoll durch. Das manuelle Sechsganggetriebe ist etwas unpräzise geführt, und leicht hakelnd stört die Schaltbox den allgemeinen Eindruck gediegenen Komforts ein wenig. Für 1.900 Euro gibt es ein Automatik-Getriebe, allerdings nur ohne Allradantrieb. Der lässt dem Fahrer immer noch die Wahl zwischen Frontantrieb, automatischer Verteilung der Antriebskraft und fixem Allrad mit gleichmäßiger Kraftverteilung zwischen den Achsen.

Das aktive Fahrwerk hält den X-Trail auch flott gefahren nicht nur in der Spur, es reduziert über Bremsimpulse Nick- und Schlingertendenzen. Vor allem kurze harte Stöße dringen aber spürbar nach innen durch. In der Grundversion kostet der X-Trail Visia mit Frontantrieb 26.790 Euro. Das Topmodell Tekna kommt mit Automatikgetriebe auf 38.890, manuell geschaltet und mit Allrad ist es hundert Euro teurer.

Infobox

Den vollständigen Fahrbericht mit Gespannbewertung von Volker Stallmann finden Sie in der CCC-Ausgabe 06/2015.

Redaktion
Volker Stallmann
Seit September 1998 ist Volker Stallmann Teil der CCC-Redaktion und zuständig für Caravan- und Autotests.
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