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Mobile Campingküche im Praxistest

Mit einer mobilen Campingküche zu mehr Komfort

Mehr verstauen, schneller kochen, besser kühlen und leicht spülen:
Wir haben die Ausstattung einer mobilen Campingküche im Praxistest getestet – und erklären, welche Ausstattung sich für Sie lohnt.

Das Küchen-Dilemma im Wohnwagen

Kochen ist eine Kunst – besonders im Wohnwagen. Wenig Platz für den Koch, für Zutaten und Utensilien, und wenn dann noch der Küchengehilfe im Weg herumsteht … Doch es riecht gut, nach Zwiebeln, Kräutern und Fleisch. Man freut sich auf das Mittagsmahl, die Laune steigt – später sinkt sie. Der Essensdunst hat sich im Caravan breitgemacht. Die Gerüche hängen in Kleidung, Sitzpolstern und Bettzeug. Das nächste Mal wird draußen gekocht – mit einer mobilen Küche, unter freiem Himmel und mit Platz.

Mit einer Outdoorküche zu mehr Stauraum und Ordnung

Die Auswahl an mobilen Campingküchen ist groß. Modelle in verschiedenen Größen und Ausstattungen gibt es bei allen Versand- und Fachhändlern. In die CCC-Redaktion kam eine Küche von Frankana. Der HighQ Küchenschrank aus der Blackline kostet 137 Euro und ist in wenigen Minuten aufgebaut. Er wird einfach aufgeklappt, mit Spannbändern gestrafft und mit Klettband fixiert. Die rollbare Arbeitsplatte wird an der Stange eingeklickt, der praktische Windschutz aus Aluminium eingehakt. Die Fachböden können höhenvariabel eingelegt werden und schon steht ein Küchenblock vor dem Caravan. Für Standfestigkeit sorgen Füße mit einem großen Fußteller. Mobile Campingküchen sind Vorrats- und Geschirrschrank, da sie wertvollen Stauraum bieten und für Ordnung sorgen, aber auch Arbeitsfläche.

Bildergalerie

Mit einem Induktionskochfeld schneller kochen

Wir platzieren hier keinen Gaskocher, sondern eine Induktionsplatte mit zwei Kochfeldern. Unter der Oberfläche befinden sich flache Induktionsspulen aus Kupferdraht. Wird ein Topf platziert, erzeugen die Spulen ein elektromagnetisches Feld. Dieses wird vom Boden des Topfes aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Während bei einem Gaskocher die Flammen stets im Blick behalten werden müssen, ist Induktion sicher. Steht kein Topf auf der Platte, schaltet sie sich automatisch ab. Das spart außerdem Energie. Die Hitze ist sofort weg und eingeschaltet sofort da. So eine Induktionsplatte zeigt beeindruckende Leistung. Bis Wasser im Topf kocht, dauert es nur etwa fünf Minuten, hingegen beim Gasherd 13 Minuten. Das spart Energie und eine Menge Zeit.

 

Induktion spart Zeit und Energie. Sowohl die Töpfe als auch die Pfannen müssen aber fürs Induktionsfeld geeignet sein – erkennbar am Symbol auf dem Boden, das eine Induktionsspule darstellt. Das Doppelkochfeld von WMF kostet 249 Euro.
Nur unter Strom: In einem Kompressorkühlschrank sind Lebensmittel und Getränke sicher gekühlt.

Mit einem Kompressorkühlschrank zum kühlen Bier

Zum Camping gehören selbstverständlich kühle Getränke. In den meisten Wohnwagen werden Absorberkühlschränke betrieben. Diese funktionieren mit 12 Volt, 230 Volt oder einer Gasflamme. In einem damit beheizten Kocher verdampft Salmiak. Daraus entstehen Wasserdampf und Ammoniak, die sich im Kondensator getrennt verflüssigen. Das Ammoniak entzieht auf dem Weg durch den Verdampfer Wärme aus dem Kühlschrank. In der Praxis bedeutet das, dass ein Absorberkühlschrank nur rund 25 Grad unter die jeweilige Umgebungstemperatur kühlen kann. Kurz gesagt: Bei hohen Außentemperaturen bleibt das Bier warm. Besonders wenn zudem kritisches Kühlgut wie Fleisch oder Fisch auf tiefen Temperaturen gehalten werden muss oder gar eingefroren werden sollte, ist ein Kompressorkühlschrank unabdingbar.

Bei dem Gerät von Comfee findet nicht jede Bierflasche gleich ihren idealen Platz.

Auf dem Campingplatz im Vorzelt stationiert und an den Landstrom angeschlossen, kühlt der Kompressor verlässlich auf die eingestellte Temperatur. Dass der Kompressorkühlschrank zwar nicht so geräuschlos arbeitet wie ein Absorber, spielt draußen im Vorzelt eine untergeordnete Rolle. Neben einer sehr guten Kühlleistung punktet der Kompressorkühlschrank mit einer einfachen Installation und dadurch, dass er nicht gewartet werden muss. In unserer mobilen Campingküche platzieren wir den roten Comfee-Mini-Kühlschrank im Retro-Look, der 47 Liter fasst, die Energieeffizienzklasse F hat und für einen Verbrauch von 100 kWh pro Jahr sorgen würde. Im Inneren befindet sich keine Beleuchtung, um Energie zu sparen. Er kostet 139 Euro und ist in weiteren Farben erhältlich.

Camping Spülmaschine mit Wassertank statt Spülen per Hand

Neben Induktionskochfeld und Kompressorkühlschrank gibt es noch eine feine, kleine und saubere Sache für die Outdoorküche: einen Mini-Geschirrspüler. Die Redaktion testet ein Exemplar der Marke HAVA, das im Internet um die 339 Euro kostet. Der eingebaute Wassertank wird mit etwa drei Krügen gefüllt, das entspricht fünf Liter. Der Ablaufschlauch für das Abwasser wird an das Gerät angeschlossen und in einem Eimer mithilfe eines Saugnapfs fixiert. Nun noch den Geschirrspüler mit Strom versorgen, das Reinigungsmittel hinzugeben, Programm wählen – los geht’s. Es gibt fünf Waschmodi und einen Trockenmodus. Der Geschirrspüler verbraucht bei jedem Waschgang nur fünf Liter und ist damit wassersparend – eine echte Alternative zum Spülen per Hand. Tassen reinigt er gründlich, bei fettigen Grillresten auf Tellern sollte man den groben Schmutz vorher entfernen.

Passt prima in die Outdoorküche: Die Camping Spülmaschine mit Wassertank, Marke HAVA, reinigt Campinggeschirr gründlich.
Oben: Mit dem Krug wird das Wasser in den Tank gegossen. Alternativ kann der Camping Geschirrspüler mit einem Schlauch an einen Wassereinlass angeschlossen werden.

Fazit

Draußen wird das Kocherlebnis zu etwas Besonderem, denn mit einer Outdoorküche lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes einiges herausholen.

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