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Reifenwechsel

Fit für den Sommer

Mit dem Frühjahr kommt wieder die Zeit für die Sommerreifen. Dabei greifen viele Autofahrer selbst zu Radkreuz und Wagenheber. Doch bei der Selbstmontage ist einiges zu beachten.

Beim Montieren der Sommerreifen ist auf einiges zu achten: Stimmen das Profil und der Luftdruck? Wie alt sind die Pneus, weisen sie Beschädigungen auf? Und wie ist das richtige Drehmoment beim Anziehen der Radmuttern bzw. Radschrauben?

Marco Oehler, stellvertretender Technischer Leiter der GTÜ, empfiehlt Autofahrern, die den Reifenwechsel selbst durchführen, die Reifen vorab zu prüfen. Denn nicht mehr verkehrstaugliche oder unsachgemäß montierte Reifen haben schon zu manchem Unfall geführt. Beim Profil schreibt der Gesetzgeber für Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern vor, für Sommerreifen dagegen nur 1,6 Millimeter. Wird sie eingehalten, gibt es bei Verkehrskontrollen nichts zu beanstanden. Ein zu geringes Profil kann jedoch bei Starkregen kritisch werden. „Mit der Abnahme des Profils steigt die Aquaplaning-Gefahr. Deswegen empfiehlt die GTÜ für Sommerreifen eine Mindestprofiltiefe von drei Millimetern“, betont Oehler.

Beschädigungen erkennen

Mit prüfendem Blick lässt sich schnell erkennen, ob ein Nagel oder ein anderer spitzer Gegenstand im Gummi steckt, der im schlimmsten Fall zum Platzen des Reifens führen kann. Ist das Profil ungleichmäßig abgefahren, empfiehlt sich die Fahrt zur Fachwerkstatt. Diese prüft, ob die Unregelmäßigkeiten auf eine falsch eingestellte Fahrwerkgeometrie oder nicht mehr korrekt arbeitende Stoßdämpfer zurückzuführen sind.

Nicht zu alt

Zudem sollten die Reifen nicht zu alt sein. Feine Risse im Gummi sind eindeutige Hinweise dafür. Eine exakte Angabe bietet die auf der Reifenflanke hinterlegte DOT-Nummer. Steht dort beispielsweise „4216“, wurde der Reifen in der 42. Kalenderwoche des Jahres 2016 produziert. Genügend Profil vorausgesetzt, wäre in diesem Fall für den Reifenwechsel alles in Ordnung. Doch auch ohne gesetzliche Vorschriften wird empfohlen, Reifen spätestens nach acht bis zehn Jahren auszutauschen. Denn mit der Zeit härtet der Gummi aus, und die Reifen verlieren an Haftung.

Sommerreifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm haben – die GTÜ empfiehlt mindestens 3 mm.
Foto: GTÜ

Drehmomentschlüssel verwenden

Sind die Reifen in Ordnung, steht dem Reifenwechsel nichts mehr im Wege. „Bitte beim letzten Anziehen der Radmuttern einen Drehmomentschlüssel benutzen“, rät Marco Oehler. Denn zu locker oder zu fest angezogene Muttern bzw. Schrauben können in beiden Fällen dazu führen, dass sie sich lösen. Das richtige Drehmoment gibt der Fahrzeughersteller im Handbuch vor.

Luftdruck regelmäßig prüfen

Zur Sicherheit sollte der Reifendruck alle zwei Wochen – zum Beispiel bei jedem zweiten Tankstopp – geprüft werden. Stimmt er nicht, wirkt sich das auf das Fahrverhalten, den Bremsweg, die Abnutzung der Reifen und auch auf den Benzinverbrauch aus.

Von „O“ bis „O“

Bleibt die Frage, wann die Winterreifen wieder montiert werden sollen. Eine weit verbreitete Regel besagt von „O bis O“ – also von Oktober bis Ostern.

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