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Wintercamping mit Hund

Auf vier Pfoten
durch den Schnee

Wer einen Hund hat, nimmt ihn zu jedem Campingabenteuer mit – egal, zu welcher Jahreszeit. Doch gerade beim Wintercamping mit Hund gibt es so einiges zu bedenken. Ein paar Tipps helfen, damit Hunde sportlich und gesund durch die kalten Tage kommen.

Der Winter birgt für Hunde ganz eigene Herausforderungen. Denn das Stapfen durch Schnee und matschigen Untergrund ist anstrengender, als auf befestigten Waldwegen herumzutollen. Franziska Obert, Expertin der Agila Haustierversicherung, rät daher: „Es ist sinnvoll, die Fitness des Hundes im Vorfeld realistisch einzuschätzen und im Zweifel rechtzeitig gemeinsam zu trainieren.“ Wichtig zu wissen ist zudem, dass Hundepfoten in der Kälte empfindlicher sind. Das erhöht die Gefahr, dass sich kleine Risse in den Ballen bilden. Auch Schneeklumpen, die sich zwischen den Ballen oder am Bauchfell ansammeln, können zu wunden Stellen und Schmerzen führen.

Verhindert werden kann dies durch Kontrollen nach jedem Spaziergang und die regelmäßige Pflege mit speziellen Pfoten-Cremes oder Fetten wie Kokosöl. Im Winterurlaub mit Dauerschnee schützen auch Hundeschuhe die Pfoten. Und ein gut sitzender Wintermantel hält vor allem Welpen, Hunde-Senioren und Vierbeiner mit wenig oder sehr kurzem Fell angenehm warm. Das beugt Erkältungen vor. Empfehlenswert ist, das Fell zwischen Zehen kurz zu halten – so kann sich darin weniger festsetzen.

Im Schnee wälzen ist ein Traum, aber Schnee fressen ist absolut tabu, denn das kann zu einer Schneegastritis mit Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Spaziergänge und Wandertouren durch den Wald sind auch im Winter problemlos möglich, solange Herrchen und Frauchen die oben genannten Punkte berücksichtigen und die Routen auf die Bedürfnisse des Vierbeiners abstimmen. Auf Skipisten sind Hunde hingegen strikt verboten. Auch für Schlittenbegeisterte gilt: lieber nicht gemeinsam mit dem Hund. Unvorhersehbare Handlungen von Mitmenschen und die steile, vereiste Piste sind zu gefährlich, auch für gut trainierte Vierbeiner. Für Langläuferinnen und Langläufer gibt es aber gute Nachrichten: Immer mehr Skigebiete bieten extra gekennzeichnete Hundeloipen an, bei denen der Liebling neben der Spur mitlaufen darf.

„Auch hier ist es wichtig, den Hund schon vorher an das Equipment zu gewöhnen und die entsprechenden Kommandos so einzuüben, dass sie auf der Loipe verlässlich funktionieren“, so die Expertin. Für ambitionierte Wintersportlerinnen und -sportler sind Skitouren mit Hund möglich, solange diese nicht über Skipisten führen. Allerdings gilt es noch mehr als beim Langlauf, den Vierbeiner gut vorzubereiten und ihn nicht zu überanstrengen. Als gut eingespieltes Duo mit ausreichend Training und der richtigen Ausstattung kann eine solche Tour zum Highlight des Wintercampings werden und die Beziehung zwischen Mensch und Tier intensivieren.

Ein nasser Hund im Haus ist schon recht unangenehm, im Wohnwagen kann der Geruch sich extrem intensivieren. Für diesen Zweck gibt es Hundebademäntel, die heute aus schnell trocknender Bio-Baumwolle hergestellt werden. Wenn der Hund so was nicht tragen mag, muss ein Arsenal an Handtüchern an Bord. Denn trocknen muss das alles ja auch wieder. Wenn das Gassigehen mit Schlamm und Modder verbunden war, ist zudem eine Wäsche in der Hundedusche vom Campingplatz angesagt.

Viele Winterplätze erlauben Hunde – dennoch sollte vor Reiseantritt geprüft werden, ob das gewünschte Ziel hier keine Ausnahme macht. Viele Anbieter wünschen sich zudem, dass der vierbeinige Begleiter vorher angemeldet wird. Auf dem Platz selbst ist es ideal, wenn auch im Winter genug Platz für alle Reisenden vorhanden ist. Manche Campingplätze bieten darüber hinaus auch einige zusätzliche Annehmlichkeiten wie etwa eine eigene Hundewiese oder einen -strand, dedizierte Hundeplätze, Hundeduschen und Ähnliches. Achtung: Meist kosten Hunde extra, deshalb gilt auch hier, dass man sich vorher informieren sollte, was einem am besten gefällt und gleichzeitig auch ins Budget passt.

Hundeschuhe und Wintermäntel schützen gegen die Kälte, Pfoten-Cremes helfen bei Rissen in den Ballen.

Am Schluss noch etwas für die eigene Sicherheit: Eine nicht zu unterschätzende Gefahr beim winterlichen Gassi gehen und auch beim Campen ist das fehlende Licht. Wenn man in der Dämmerung oder in der Dunkelheit unterwegs ist, gehört sehen und gesehen werden zu den essenziellen Dingen. Damit beide Hände frei bleiben, ist eine Kopflampe, die richtig viel Licht ins Dunkle bringt, ideal. Am Halsband oder am Geschirr der Fellnase sollten leuchtstarke LED-Sicherheitslichter dran sein, die verraten, wo der freilaufende Hund gerade ist.

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