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Wohnwagen-Gardinen

Kinderleicht gemacht

Gardinenaufhängen im Wohnwagen ohne Verrenkungen? CCC zeigt, wie es geht.

Das Aufhängen von Gardinen – ob in der Wohnung oder im Wohnwagen – gehört selten den Lieblings-Tätigkeiten. Im Wohnwagen werden als Gardinenleisten zumeist sogenannte T-Schienen oder Innengleiter-Schienen verbaut. Bei Innengleitern greifen die Wohnwagenhersteller aus optischen Gründen zu Flachschienen, in denen Gardinengleiter mit sehr flachen Pilzköpfen Platz finden, wogegen auf T-Schienen fast alle gängigen Rollengleiter passen.

Während das Abhängen stets leicht von der Hand geht, weil die Gleiter am Schienenende einfach aus der Bahn rollen, findet das Einfädeln in die T-Schienen oder Innengleiter-Leisten immer unter ungünstigen Körperhaltungen und Verrenkungen statt. Man muss die Gleiter schließlich einzeln und nacheinander an den Schienenenden, die versteckt in Ecken oder an Wänden möglichst unsichtbar münden, aufschieben. Dabei darf natürlich die frisch gebügelte Gardine nicht verknittert werden. Diese Prozedur hinterlässt nicht nur bei älteren Caravanern Verspannungen oder Zerrungen im Hals-Nacken-Bereich, sondern allerorten Verärgerung.

Wer im Caravan öfter die Gardinen waschen möchte, ärgert sich über das komplizierte Abhängen. Neue Schienen und Gleiter sind schnell umgerüstet.
Foto: Friedhelm Theis
Auf den neuen Schienen laufen die Gardinen leichter und sind mit den Klickfix-Gleitern komfortabler.
Foto: Friedhelm Theis

Es geht aber auch ohne Ärger oder Verrenkung. Es gibt nämlich ein Gleitersystem, das mühelos in jede handelsübliche Innengleiter-Schiene von unten eingesteckt werden kann. Einmal in die Schlaufen des Gardinenbands eingehakt, wird die Gardine mit den sogenannten Klickfix-Gleitern zunächst an drei Stellen eingesteckt. Nun hängt die Gardine bereits und man hat die Hände frei, um die anderen Klickfix-Steckgleiter nacheinander in die Rillen der Innenschiene einzustecken. Zum Arretieren oder um das Ausgleiten zu verhindern, verwendet man bei Bedarf Schraubfeststeller und am Schienenende Endkappen oder Stopfen. Die Klickfix-Gleiter – ein Produkt aus dem Hause Porschen in Wuppertal – gibt es für 10 bis 12 Euro im Internet. Die Montage Schritt für Schritt: Zunächst werden die meist nur getackerten Serienschienen entfernt. Sie werden durch handelsübliche Kunststoffschienen, aus Gewichtsgründen ohne Holzkern, ersetzt. Schienen gibt es in jedem Baumarkt in den Längen 1,20, 1,50, 2,10 und 3,00 Meter zu Preisen um 3,50 Euro je Meter.

Nun werden die Schienen zugeschnitten – entweder mit Gehrung oder einfach gerade angesetzt. Zum Abnehmen der Gardinen eine mindestens fünf Millimeter breite Lücke von der Wand am Schienenende jeder Schiene berücksichtigen.

Beim Einbau mit Gehrungsschnitt muss in der Nähe einer Gehrung der inneren Querschiene die Gleiternut auf circa acht bis zehn Millimeter aufgebohrt werden, damit der Gleiter durch dieses Loch beim Abnehmen ausgleiten kann.

Dann die angepassten Schienen mittels kurzen (circa zehn bis 15 Millimeter, je nach Dicke der Deckenplatte) nichtrostenden Schrauben anschrauben. Beim Zuschnitt der Schienen bereits darauf achten, dass die bereits vorgebohrten Schraubenlöcher nicht beim Ablängen abgesägt werden, sonst muss man neue bohren.

Nun werden die mit Klickfix umgerüsteten Gardinen entweder von innen oder sogar von außen durch die geöffneten Fenster, aufrecht stehend, durch einfaches Einstecken der Gleiter in die neuen Innengleiter-Schienen eingesteckt und nach Bedarf ausgerichtet – fertig.

Materialbedarf und Werkzeuge:

  • Kunststoff-Gardinenleisten ein- oder doppelläufig, ohne Holzkern nach Bedarf
  • Klickfix-Gleiter (100er-Packung), www.porschen-worldwide.de
  • Stopper und Stopfen
  • Kurze Nirosta-Schrauben
  • Schraubendreher, Zollstock oder Maßband, Bleistift, Anschlagwinkel oder Lineal
  • Feinzahnige Säge u. ggf. Gehrungslade
  • ggf. Bohrmaschine und Bohrer (8–10 mm) für Demontagelöcher in der Schiene
Klickfix-Gardinengleiter
Foto: Friedhelm Theis

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