Noch sind weder die Weinbeeren rot noch die Nasen von dem einen oder anderen guten Tropfen im Glas. Rot sind höchstens die Gesichter der Wanderer. Es ist heiß im Maintal, die Sonne brennt unerbittlich auf die Rebstöcke. Bevor der Wein fließt, fließt mancher Tropfen Schweiß.

Der Rotweinwanderweg hat es den Besuchern angetan. Wer den unteren Main kennt, weiß, dass sich die Weinreben dort an hohe Hänge schmiegen. Ein hartes Stück Arbeit für die Winzer und zumindest auch ein wenig Anstrengung für Wanderer.

Wer hier zwischen Spessart und Odenwald mit Reinhold Hillrich unterwegs ist, hat alles richtig gemacht. Der Weinkenner und Winzer aus Leidenschaft kann nicht nur viel über die Reben an den Steilhängen erzählen, sondern führt auch durch seinen eigenen Weinberg: Er weiß ganz genau, wie viel Arbeit in jedem Tropfen des edlen Traubensaftes steckt.

Der Rotweinwanderweg durch die Churfränkischen Weinlagen ist 70 Kilometer lang. Das schönste Stück ist exakt jene Etappe, die Reinhold Hillrich für seine Gäste ausgewählt hat.

Wie unterscheiden sich Rebstöcke ohne Trauben daran? Welche Ansprüche stellt welche Rebsorte? Was sind typische Weine der Region? Hillrich weiß die Antwort.

2016-08-10T12:05:41+00:00 Reise, Reiseberichte|Kommentare deaktiviert für Wo die Tradition zu Hause ist