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Tabbert PEP Pantiga 550 E

Alles, nur nicht 08/15

Anders ist die neue Tabbert-Mittelklasse, innen sogar ganz schön anders – doch wer schön sein will und modern und den gewissen Hauch von Luxus dazu möchte, muss zahlen. Der Tabbert PEP Pantiga 550 E im Profitest.

PEP Pantiga – der Name soll modern klingen und an Abenteuer und Eleganz denken lassen. So wendet sich der neue Tabbert jenseits des 08/15 an junge, aufgeschlossene Kundenkreise, die es weniger gewöhnlich mögen. Innen zeigt der Pantiga daher auch ein völlig neues Design. Die Sitzgruppe hat statt Oberschränken an den Seiten zwei hohe Fenster. So ist der Wohnbereich offener. Geradlinige mattweiße Oberschränke ohne Griffe sind modern, aber weniger auffallend.

Ganz anders die Bugverkleidung mit LED-Spots. Der Einzelbettenwagen 550 E im Test steigt preislich mit 31.790 Euro ein. Der Testwagen ist mit einer Menge teurer Extras von der Warmwasserheizung und Klimaanlage über das Komfortschlafsystem oder den 24-Zoll-Flachbildschirm mit HD-Tuner ausgerüstet. So kostet der getestete Pantiga 550 E 44.348 Euro. Ein stolzer Preis, auch für einen Tabbert.

Bildergalerie

Der Pantiga 550 E legt als erster Profitest-Kandidat der Baureihe einen gelungenen Auftritt hin. Das neue und für die Traditionsmarke aus Mottgers schon sehr moderne Mobiliar kommt weitgehend gut an. Die hohen Seitenfenster in der Sitzgruppe sind außen wie innen ein Hingucker, das niedrige Heckfenster ist dagegen gewöhnungsbedürftig. Und mit der starken Tönung der Fenster ist der Wagen innen ziemlich dunkel.

Der Grundriss ist bis auf das Bad mit seiner Schwenkdusche ein klassischer Zwei-Personen-Zuschnitt, der gut funktioniert und in dieser Auslegung trotz fehlender Oberschränke viel Stauraum bietet. Wie die Badeinrichtung kostet aber so ziemlich alles, was das spezielle Flair des Pantiga erst perfekt macht, extra. So gilt auch hier wie so oft im Leben: Besonderer Geschmack, Schönheit jenseits des Üblichen, Komfort und ein gewisser Luxus haben ihren Preis.

Ein moderner Tabbert, der weiter vom 08/15 nicht weg sein könnte, und das nicht in Regionen eines Cellini, sondern in der Mittelklasse – das lässt aufhorchen. Der Pantiga wird seinem Anspruch, modern, ungewöhnlich und dennoch in Tabbert-Eleganz aufzutreten, gerecht – mit Abstrichen im Detail, aber insgesamt überzeugend. Ein Wagen für alle, die es gern anders haben und dafür auch etwas mehr ausgeben wollen.

 

Infobox

Den vollständigen Test zum Tabbert PEP Pantiga 550 E lesen Sie in der Ausgabe 10/22 der Camping, Cars & Caravans.

Redaktion
Volker Stallmann
Seit September 1998 ist Volker Stallmann Teil der CCC-Redaktion und zuständig für Caravan- und Autotests.
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