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Klappbare Campinggrills

Grillen zum Klappen

Können klappbare und damit handliche Kohlegrills überzeugen? Ein Praxistest mit fünf Modellen klärt auf.

Grillen gehört zum Camping wie der Deckel auf den Topf. Die Auswahl an Grills ist dementsprechend riesig – wie teilweise auch die Grills selbst. Wer aber Platz sparen möchte oder muss, wählt einen Faltgrill. Die brauchen beim Transport wenig Stauraum, müssen aber zuvor immer aufgebaut werden.

Die Redaktion hat fünf Modelle für die Kohleglut genauer unter die Lupe genommen. Die Kompaktgrills bieten keine mega Grillfläche, aber für zwei bis drei Personen sollte es reichen. Ein Praxistest liefert Erkenntnisse zu Aufbau, Hitzeentwicklung sowie Grill- und Geschmackserlebnis. Die Grillkohle wurde zuvor mit separaten Kaminanzündern zum Glühen gebracht.

Das Universalmodell: Cazal Portable von Outwell

Der aufklappbare Grill ist aus lackiertem Stahl gefertigt und hat ein Packmaß von 45 x 46 x 3 Zentimetern. Da er sehr flach ist, lässt er sich problemlos verstauen. Genauso problemlos ist auch der Aufbau. Einfach an den Griffen aufziehen, die Seitenwangen ausklappen, den Grillkohlerost unten und den Grillrost oben auflegen. Dank der Griffe lässt sich der Cazal auch gut tragen, wenn er nicht zu heiß ist.

Der Grill bietet viel Platz für alle Arten von Grillgut und steht recht stabil. Die eingefüllte Kohle liegt auf dem unteren Rost mit 40 x 33 Zentimetern und verteilt ihre Hitze sehr breit. Das Grillgut wird gleichmäßig bestrahlt und es passt genug für drei Personen drauf. Leider verfärbt sich das Material bereits nach einmaliger Nutzung.

Der Faltmechanismus ist wirklich sehr einfach, aber Verformungen nach den ersten Grillgängen erschweren den Aufbau. Außerdem setzte er schon leichten Flugrost an.

Der Günstige: Nevada von CampFeuer

Der Faltgrill aus glänzendem Edelstahl wird ähnlich wie der Cazal einfach aufgeklappt. Es sind ebenfalls Seitenwangen integriert, wobei eine der beiden bereits schon vor der ersten Nutzung leicht verzogen war. Der Grillkohlerost und der Grillrost werden einfach übereinander eingelegt, wobei der Grillrost hier über einen integrierten Griff verfügt.

So lässt sich das Grillgut direkt auf dem Rost bewegen, ohne dass man sich Sorgen ums Fingerverbrennen machen muss. Zwar ist der Grill wegen der vielen Scharniere und Gelenke etwas wackelig, bietet aber einen sehr guten Grillverlauf sowie eine gute Hitzeverteilung. Durch die dünnen Stäbe des Rosts kommt es auch zu einem gleichmäßigen Grillmuster. Und auch nach dem Benutzen sieht der Nevada noch solide aus.

Viel Design: Trunqy von Artola

Der Edelstahlgrill Trunqy der Firma Artola ist eigentlich gar kein Faltgrill, denn er wird einfach nur in sich zusammengepackt. Er sieht erst mal aus wie eine abgerundete Stahlbox. Zum Aufbau muss man einfach den Deckel ausklinken. Dieser wird dann unten wieder eingesetzt und verwandelt sich zum Standfuß. Die Grillkammer wird oben eingelegt und dann kann es auch hier direkt losgehen. Großer Vorteil des Trunqy: Er ist spülmaschinenfest. Der Grill ist hochwertig verarbeitet und der lackierte Korpus sieht auf jeden Fall schick aus.

Neben dem kompakten, schicken Design überzeugt der Artola Trunqy auch mit einer sehr guten Hitzeentwicklung. Leider brennt das Grillgut wegen der vielen geschlossenen Stellen auf dem Rost schnell an und hinterlässt hartnäckige Brandschmutzstellen.

Zwei Mal Edelstahl zum Camperglück

diesem wird der Hauptkorpus aufgeklappt und dann unten der Kohlerost eingeschoben. Als Nächstes folgen die zwei Seitenwände, welche einfach eingesteckt werden und als Letztes wird oben der Grillrost auf zwei Bügeln platziert. Ein separater Griff für den Rost ist auch beigelegt. Nach der fertigen Montage lässt sich der Grill nicht so leicht bewegen, da die Seitenwände relativ schnell herausfallen. Beim Grillen macht er aber eine sehr gute Figur. Da der Grillrost sich auf einer höheren und einer tieferen Stufe platzieren lässt, kann man die Position je nach Temperatur anpassen. Auf der tieferen Stufe war es jedoch etwas zu heiß und unser Grillgut war schnell verbrannt. Wird der Rost nach oben versetzt, ist die Hitzeverteilung aber quasi perfekt. Und da der Grill sich auch einfach wieder in die Einzelteile zerlegen lässt, ist die Reinigung entsprechend einfach.

Bei der Faltversion werden die verbundenen Teile aufgeklappt, dann die beiden Rosts eingelegt und schon kann es losgehen. Die Faltversion steht etwas stabiler da als die Steck-Variante, es gibt jedoch ein wenig Spielraum in den Verbindungen. Was die Grillleistung angeht, steht er trotz der geringen Größe der Steckversion in nichts nach. Beide Grills sind aus lasergeschnittenem Edelstahl gefertigt und spülmaschinengeeignet.

Wenn die richtige Höhe gewählt ist, bietet der Camperglück MKG1 das wohl beste Grillerlebnis. Er ist zwar etwas wackelig, aber die schnelle Hitzeentwicklung und gute Verteilung sorgen für eine optimale Bräunung des Grillguts. Camperglück MKG1 ist etwas kleiner als der MSG1, dafür auch schneller aufgebaut. Er bietet ein ähnlich gutes Grillerlebnis wie die steckbare Variante von Camperglück.

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