|

Fahrrad-Camping: Deutschland mit dem Fahrrad entdecken

7 schöne Radtouren in Deutschland

Camping und Fahrrad, eine Kombination die passt. Ob als Tagestripp vom Campingplatz aus, oder als Rundreise - Camping, Cars & Caravans zeigt sieben schöne Fahrradtouren in Deutschland.

Was ist besser als direkt vor dem Caravan auf den Drahtesel zu steigen und reizvolle Naturlandschaften und Sehenswürdigkeiten zu entdecken? Besonders entspannt, gesund und nachhaltig reisen Naturliebhaber dabei mit einem E-Bike. Aber auch ohne Unterstützung ist das Fahrrad im Trend:

Naturpark Wildeshauser: Neben zahlreichen Wasser- und Windmühlen warten entlang des Weges auch Denkmäler sowie Großstein- und Hügelgräber auf historisch interessierte Aktivurlauber.

1. Von der Eiszeit geprägt

Der Hunte-Radweg führt über 137 km durch die Wesermarsch und die Stadt Oldenburg in den Naturpark Wildeshauser Geest bis zum Naturpark Dümmer. In der von der Eiszeit geprägten, leicht welligen Landschaft gibt es zwischen Wäldern und Wiesen, Flusstälern und Mooren, Sanddünen und Heidelandschaften viel zu entdecken. Dank spezieller Tafeln mit Kartenausschnitten, die sich an jedem Knotenpunkt befinden, lässt sich die Weiterfahrt spontan gestalten, damit aus dem Radfernweg eine Rundtour wird.

Lausitzer Land: Radfahrer am Großräschener See. Im Hintergrund ist die Seebrücke zu sehen, die aus einem Tagebaugerät gefertigt wurde.
Foto: Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V., Nada Quenzel

2. Vom Bergmann zum Seemann

Auf des Themen-Tagestour „Vom Bergmann zum Seemann“ erleben Radfahrer im Zeitraffer, wie sich die Region vom Braunkohlerevier zum Urlaubsidyll wandelt. Startpunkt ist der Großräschener See, dessen Flutung voraussichtlich bis 2023 andauern wird. Ein Strand, ein Stadthafen und ein Weinberg sind bereits angelegt. Anschließend geht es zum Aussichtspunkt am aktiven Tagebau Welzow-Süd. Ziel ist der Senftenberger See, der seit über vier Jahrzehnten Treffpunkt für Schwimmer, Segler und Surfer ist. Die Tour ist 49 Kilometer lang.

Teutoburger Wald: Im Museum der Glashütte Gernheim in Petershagen kann man erleben, wie Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Masse Gefäße herstellen. Das Museum passieren Radler auf der LandArt-Route im Mühlenkreis Minden-Lübbecke.
Foto: djd/Teutoburger Wald Tourismus/M. Schoberer

3. Landkunst

Die Radregion Teutoburger Wald bietet zahlreiche Tourenmöglichkeiten für sportlich Aktive, Genussradler und Familien. 44 restaurierte Wind-, Wasser- und Rossmühlen haben dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke seinen Namen gegeben. 300 Kilometer ausgeschilderte Wege machen Radfahren entlang Weser und Wiehengebirge, durch Moor- und Ackerbaulandschaften, zu hübschen Orten und lebendigen Kleinstädten zu einem Genuss. Im Mühlenkreis haben viele Künstler und Kunsthandwerker ihre Ateliers und Galerien eingerichtet. Am Weg liegen auch Freilichtbühnen, Bauerncafés und Hofläden. Insgesamt 68 Stationen sind zur LandArt-Route verbunden. Diese gliedert sich in fünf regionale, ausgeschilderte Teilrouten, die per Rad einzeln gut als Tagestour zu bewältigen sind.

Limburg an der Lahn: Mann oder Frau müssen auch mal schieben können. Im Hintergrund ist der Limburger Dom zu sehen.
Foto: Lahntal Tourismus

4. Limburg an der Lahn

Limburg ist Ausgangspunkt und Etappenziel für abwechslungs- und erlebnisreiche Radtouren entlang der Lahn und durch den Westerwald. 22 Kilometer misst die Rundstrecke ab Limburg über Dietkirchen, Hadamar und Elz. Davon sind etwa 20 km geteert und 2 km mit Split versehen. Die Route verläuft meist auf Wirtschaftswegen und führt zu Sehenswürdigkeiten wie die Schleuse Limburg, der Lubentiuskirche in Dietkirchen oder das Renaissance-Schloss und Rathaus von Hadamar

Infobox

Mit E-Bikes den Entdeckungsradius erhöhen

Etwa ein Drittel aller Radreisen wurden laut ADFC-Radreiseanalyse im Jahr 2020 bereits mit einem Pedelec unternommen – Tendenz weiter steigend. Die Zweiräder mit elektrischer Unterstützung bringen Genussradler und Sportler zusammen, auf diese Weise können Familien und Freunde auch längere Touren meistern und ihren Entdeckungsradius vergrößern

Heilbronner Land: Tolle Aussichten in die bunte Mittelgebirgslandschaft hält der Katzenbuckelturm im Naturpark Neckartal-Odenwald bereit.
Foto: djd/Touristikgemeinschaft Odenwald/Frumolt

5. Heilbronner Land

Tolle Aussichten in die bunte Mittelgebirgslandschaft hält ebenso der Katzenbuckelturm im Naturpark Neckartal-Odenwald bereit. Der 18 Meter hohe Buntsandsteinturm steht auf dem Gipfel der höchsten Erhebung des Odenwalds, dem Katzenbuckel, den Ausflügler über den Karl-Drais-Radweg oder die Alternativroute des Odenwald-Madonnen-Radwegs erreichen können. Ein schönes Ausflugsziel für Radler ist zudem die Heuchelberger Warte – mit frei begehbarem Aussichtsturm, Biergarten und Höhenrestaurant. Bei klarer Sicht blicken Gäste vom Biergarten aus bis zum Heidelberger Königsstuhl auf der einen oder dem Stuttgarter Fernsehturm auf der anderen Seite. Zu vielen weiteren Strecken gibt es digitale Übersichtskarten mit Höhenprofil, Einkehrtipps und Sehenswürdigkeiten sowie Informationen zur Anreise, E-Bike-Ladestationen und „RadServiceStationen“.

Bayerischer Jura/ Frankenalb: Der Fünf-Flüsse-Radweg ist gespickt mit Kulturschätzen wie beispielsweise die Burg Prunn.
Foto: djd/Tourismusverband Ostbayern e.V.

6. Bayerischer Jura/ Frankenalb

Um den Fünf-Flüsse-Radweg in seiner ganzen Pracht zu erradeln, müssen rund 300 Kilometer zurückgelegt werden. Der Rundkurs führt durch drei Naturparks und ist mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten gespickt. Die majestätischen Felswände des Weißen Jura im Altmühltal liegen auf seiner Strecke, wie auch die Burg Prunn und die Benediktinerabtei Plankstetten. Der Radweg eignet sich auch für einen Wochenendausflug, denn der Einstieg ist überall an der Strecke möglich, jede einzelne Etappe für sich erlebenswert. Attraktive Abkürzungen und Alternativen für Radler, die nicht die ganze Tour fahren möchten, sind zum Beispiel der Schweppermannradweg, der Lauterachtal-Radweg, der Schwarze-Laber-Radweg, der Naab-Altmühl-Radweg und der Pegnitz-Laber-Radweg. www.fuenf-fluesse-radweg.info.

Pfronten Allgäu
Foto: Pfronten Tourismus_Simon Toplak

7. Radeln und Staunen

Die Burgen- und Schlösserrunde Pfronten ist der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung des Landkreises Ostallgäu. Auf der rund 43 Kilometer langen Burgen- und Schlösserrunde kommen Natur- und Geschichtsliebhaber auf ihre Kosten. In Pfronten erwartet sie die Burgruine Falkenstein, die höchstgelegene Burgruine Deutschlands. Vorbei an den Ruinen Hohenfrey- und Eisenberg führt der Rundweg zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie der ehemaligen Wehranlage Burgruine Vilsegg, der Burgruine Hopfen am See und den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein.

Infobox

Touren-Tipp

Alternativ zum smarten Bordcomputer am Fahrrad lassen sich Touren auch über das Online-Portal „eBike Connect“ gemütlich von zu Hause aus abstecken und während der Reise spontan verändern. So lassen sich auch abseits der bekannten Radrouten einige idyllische Wege entdecken. Wohin die nächste Ausfahrt auch führt: Selbstverständlich sollte es dabei sein, respektvoll mit der Natur und anderen Outdoor-Begeisterten umzugehen.

Infobox

Weitere Tipps zum Fahrrad-Camping sowie Trends rund Fahrräder, E-Bikes und Camping finden Sie in unserem Fahrrad-Special und in der Juni-Ausgabe der Camping, Cars & Caravans.

Kommentieren

HINWEIS: Um den Artikel zu kommentieren, melden Sie sich einfach mit Ihrem persönlichem Facebook-Account an.

Ähnliche Artikel

Kennen Sie die schon?

111 interessante und aufregende Plätze für Camper