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Kia Sportage 1.6 CRDI 48V 2WD

Rückenwind in Serie

Das einst meistverkaufte Modell von Kia gibt es nur noch mit elektrischer Unterstützung als Mildhybrid.

Kein anderer Markt ist so hart umkämpft wie der der sogenannten Crossover-SUVs. Wieso ist inzwischen jedem klar: Auf unseren überfüllten Straßen ist eine höhere Sitzposition einfach angenehmer, um den Überblick zu behalten. Dafür nimmt man gerne ein paar Nachteile in Kauf. Für uns Caravaner hat der Kauf eines SUV meist andere Beweggründe: Allradantrieb und Anhängelast stehen an erster Stelle. Doch nicht jeder muss immer zwei Tonnen ziehen und viele kommen seit Jahren wunderbar mit ihrem Frontantrieb zurecht.

Motorisierung des Kia Sportage 1.6 CRDI 48V 2WD

Der Testwagen ist auf den ersten Blick kein idealer Zugwagen: Frontantrieb, Schaltgetriebe, bescheidene 136 PS. Aber immerhin zusätzliche 55 Newtonmeter Drehmoment, die ihm beim Anfahren in die Gänge helfen. Mildhybrid heißt das Zauberwort, das Verbrauch und Emissionen um bis zu zehn Prozent senken soll. EcoDynamic+ bedeutet bei Kia, dass der Dieselmotor durch ein 48-Volt-System ergänzt wird.

Die drei zentralen Komponenten sind eine kleine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 0,46 kWh, ein leistungsstarker Mildhybrid-Startergenerator und ein Gleichspannungswandler für den Energieaustausch zwischen den beiden 48 und 12 Volt-Bordnetzen. Der Startergenerator ist über einen Riemen mit der Kurbelwelle verbunden und mobilisiert bis zu 12 kW zusätzlich.

Bildergalerie

Ausstattung & Interieur

Zum neuen Modelljahr rüstet Kia den Sportage serienmäßig mit einem neuen Infotainment-System mit acht statt bisher sieben Zoll Bildschirm, Digital-Radio und Smartphone-Schnittstellen für Apple CarPlay und Android Auto aus. Auch bei den serienmäßigen Fahrassistenten ist der Sportage mit aktivem Spurhalteassistenten mit Lenkeingriff, Totwinkelwarner und Kollisionswarner gut ausgestattet. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage gibt es aber nur in Verbindung mit Automatik-Getriebe.

Platz für Fahrer, Beifahrer und Passagiere gibt es reichlich, die Sitze sind bequem und bieten einen guten Seitenhalt. Sitzheizung für vorne und hinten gibt es serienmäßig. Wen das alles noch nicht überzeugt, der sollte sich die Garantiebedingungen von Kia genauer anschauen: Sieben Jahre hat was für sich.

 

 

Der Kia Sportage 1.6 CRDI 48V 2WD im Gespann-Betrieb

Im Gespann-Betrieb merkt man wenig vom Mildhybrid-Startergenerator – außer vielleicht, dass der kleine 1,6 Liter auch mit komplett ausgereizter Anhängelast (1.400 Kilogramm) ganz ordentlich vorwärts stürmt. Der einzige Haken ist die Sache mit dem Haken. Auch wenn der Koreaner in der Slowakei gebaut wird, hat er doch ein typisch asiatisches Problem: Auf Bedienung und Position von Anhängekupplung, Steckdose und Öse fürs Abreißseil wird wenig Wert gelegt.

Infobox

Den ausführlichen Testbericht zum Kia Sportage 1.6 CRDI 48V 2WD lesen Sie in Camping, Cars & Caravans 12/2020. Übrigens: Wer sich für einen gebrauchten Kia Sportage interessiert – wir haben auch den Vorgänger getestet.

Redaktion
Andreas Güldenfuß
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