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Tourentipps für Biker

In den Frühling radeln

Deutschland freut sich auf die warme Jahreszeit, endlich wieder ins Freie, endlich wieder Sonne und Natur genießen. Parks und Gärten präsentieren aufs Neue ihre blühende Pracht. Da lohnt es sich die Räder aufzuladen und loszuziehen.

In der April-Ausgabe von Camping, Cars & Caravans stellt die Redaktion im großen „Bike Spezial“ zehn Radtouren samt passenden Campingplätzen vor. Doch es gibt natürlich noch viel mehr tolle Routen, eine kleine Auswahl stellen wir hier vor.

Barnimer Land

Sanfte Hügellandschaften vor den Toren Berlins

Schon Theodor Fontane begeisterte sich in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ für die Schönheiten des Barnimer Landes. Die letzte Eiszeit hat sanfte Hügellandschaften und Seen vor den Toren der Metropole Berlin hinterlassen, die besonders gut beim Radfahren zu erschließen sind.

Foto: djd/WITO Barnim/Jürgen Rocholl/FACE

Familienzeit und Sight­see­ing

Mit einer Streckenlänge von 16 Kilometern ist die Runde rund um den Grimnitzsee sehr gut geeignet für Familien. Die Tour bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, wie den „Eulenturm“, eine Beobachtungsplattform mit Blick über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Grimnitzsees.

Neben der Wanderkirche und den Statuen dreier Schicksals-Göttinnen streift die 63 Kilometer lange Klostertour als Rundtour Sehenswürdigkeiten im Norden Berlins. Dazu gehören die Blumenberger Mühle und die denkmalgeschützte Altstadt von Angermünde mit Franziskanerkloster.

Barnimer Dreieck

Das Barnimer Dreieck verbindet überregionale Radwege. Die 74 Kilometer lange Strecke vereint die überregionalen Radwege Tour Brandenburg, Oder-Havel-Radweg und Berlin-Usedom-Radweg. Hier lässt sich fast alles erleben, was das Barnimer Land bietet: Kultur, Wasser und Wald. Naturfreunde genießen den Blick über den Grimnitz- oder den Werbellinsee. Unbedingt sehenswert sind neben historischen Gebäuden die handbetriebenen Schleusen des Finowkanals und die imposanten Schiffshebewerke Niederfinow.

Foto: djd/WITO Barnim/Jürgen Rocholl/FACE

Campingplatz Liepnitzsee

Rund 15 Kilometer nördlich von Berlin liegt der Campingplatz Liepnitzsee (Telefon: 033397/688881) am gleichnamigen See. Der Wandlitzer Ortsteil Lanke ist zwei Kilometer vom Platz entfernt.

Der zum Wandlitzer Seengebiet gehörende Liepnitzsee gilt als einer der saubersten Seen in Brandenburg.
Foto: Pixabay

Sauerland

Am Fluss entlang

Die Region um die Kneipp-Heilbäder Brilon und Olsberg im Sauerland bietet gleich drei bestens präparierte Flussradwege.

Foto: epr/Tourismus Brilon Olsberg, sabrinity

Startschuss in der Hansestadt Brilon

In der Altstadt der Hansestadt Brilon mit dem alten Rathaus, dem Marktplatz und der Propsteikirche fällt der Startschuss für den Möhnetal-Radweg. Auf 65 Kilometern führt die Tour über ehemalige Bahntrassen durch das Naturschutzprojekt MöhneLife am Möhnesee vorbei bis hin zur Mündung in die Ruhr in Arnsberg-Neheim.

Von erholsam bis ganz sportlich

Auch der Alme-Radweg beginnt in Brilon. Entlang des Flusses erradeln die Aktiverholer auf 67 Kilometern zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten: von Burgen und Schlössern über Kirchen und Mühlen bis hin zu Rathäusern, die Geschichte(n) erzählen könnten. Zudem erleben sie das Naturschutzgebiet Almequellen hautnah.

Ein attraktives Angebot für Moutain-Biker der anderen Art ist der TrailGround Brilon. Hier gibt es drei unterschiedliche Trails mit Längen von 7 bis 17 Kilometern. Sie bestehen aus schmalen, naturbelassenen Wegen mit speziell angelegten Installationen wie Wellen oder Kickern.

Wer Strecke machen will, kann auf dem RuhrtalRadweg 240 Kilometer von Winterberg nach Duisburg radeln. Bereits nach 20 Kilometern erreicht man das idyllisch gelegene Olsberg mit seinem neuen Kneipp ErlebnisPark. Auf der leicht hügeligen Strecke sind steile Anstiege eine Ausnahme. Ein Highlight ist das Rosendorf Assinghausen, in dem man 130 Rosenarten in Gärten und Parks vor wunderschöner Fachwerkkulisse bestaunen kann.

Camping & Ferienpark Brilon

Etwas außerhalb der Hansestadt Brilon, direkt am waldreichen Rothaarsteig, liegt der Camping & Ferienpark Brilon. Er bietet 106 parzellierte Touristenplätze, die jeweils 120 bis 200 Quadratmeter groß sind. Betriebsferien: 18. Oktober bis 23. Dezember 2021. ADAC-Vergleichspreis: 27,40 Euro.

Foto: Camping & Ferienpark Brilon

Deggendorfer Land

Bayerische Gemütlichkeit

Das Deggendorfer Land in Niederbayern ist mit mehreren eindrucksvollen Flusslandschaften gesegnet, denn hier treffen die wilde Isar und die romantische Vils auf die stolze Donau. Dank eines dichten Radwegenetzes kann man die berauschende Vielfalt entspannt vom Fahrradsattel aus erkunden. Für das kulturelle Erleben sorgen die zahlreichen Klöster und Burgen, aber auch die bayerische Gemütlichkeit leistet ihren charmanten Beitrag für einen erholsamen Urlaub.

Foto: djd/Landkreis Deggendorf

Entlang von Donau und Isar

Mitten durch den Landkreis Deggendorf führt der Donau-Radweg, Europas großer Fernradweg. Mit im regionalen Gepäck hat er kulturhistorische Kleinode wie die Wallfahrtskirche Halbmeile oder die Benediktiner-Klöster Metten und Niederaltaich. In Deggendorf schlägt eine besonders lange Radbrücke den Bogen über die Donau. Ein Besuch des historischen Stadtkerns mit denkmalgeschützten Ensembles lohnt genauso wie das Schlendern über den Donaupark, der im Rahmen einer Landesgartenschau angelegt wurde.

Der Isarradweg verläuft von München über Landshut und begleitet die letzten besonders bezaubernden Kilometer des Alpenflusses, bevor er bei Deggendorf in die Donau mündet. In Plattling rauscht der Fluss noch über die Sohlschwelle, wo Kajakfahrer und Surfer ihre Fähigkeiten zeigen. Wenig später wird aus der Isar ein weitverzweigtes Delta mit einer einzigartigen Auenlandschaft. Diesen interessanten Lebensraum kann man per Rad, aber auch zu Fuß erkunden.

Für eine gemütliche Radltour ist der Vilstalradweg besonders geeignet. Vor allem die Ursprünglichkeit des Flusslaufes und die kleinen Orte machen den Weg zu einem Erlebnis.

Camping Donaustrandhaus

Camping Donaustrandhaus (Telefon: 0991/4324) liegt direkt am Donauufer neben einer Eisenbahnbrücke, die Ortsmitte von Deggendorf ist ein Kilometer entfernt. Der Platz bietet 20 unparzellierte Touristenplätze und ist von 1. April bis 15. Oktober geöffnet. ADAC-Vergleichspreis: 23,50 Euro.

Ellwanger Seenland

Frühlingsradeln im Schwabenland

Rund um das schwäbische Ellwangen an der Jagst führt ein Netz gut ausgebauter Radwege ins Umland der Schwäbischen Ostalb.

Von Ellwangen aus können Radurlauber viele schöne Touren unternehmen.
Foto: djd/Stadt Ellwangen/Thomas Rathay

Wald und Limes

Für Radfahrer und Naturliebhaber ist die Tour „Durch Wald und Feld zu den Seen und Weihern“ eine schöne Möglichkeit, um dem Alltag zu entfliehen. Fernab viel befahrener Straßen schlängelt sich die rund 58 Kilometer lange Strecke von Ellwangen aus durch die reizvolle Landschaft des Ellwanger Seenlands, vorbei an beschaulichen Dörfern, kleinen Weihern und idyllischen Seen. Ein Teil der Strecke folgt dem Kocher-Jagst-Radweg und führt dabei fast immer entlang des Flüsschens Jagst.

Interessante Einblicke in die Zeiten römischer Besiedlung hält hingegen der Limes-Radweg bereit. Die rund 42 Kilometer lange Rundtour leitet Radler von Ellwangen durch das Jagsttal zum Dalkinger Limestor und entlang des Limes zum Römerkastell von Halheim. Das Limestor gilt als einmaliges Bauwerk an der Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.

Natur & Citycamping Ellwangen

Natur & Citycamping Ellwangen liegt inmitten der Natur direkt am Fluss Jagst. Die idyllische Stadt Ellwangen (Jagst) mit vielen Sehenswürdigkeiten ist ein Kilometer entfernt. Der Platz bietet 85 Touristenplätze, davon sind 25 parzelliert. Geöffnet von 2. April bis 31. Oktober. ADAC-Vergleichspreis: 38 Euro.

Foto: Natur & Citycamping Ellwangen

Neumünster und Umgebung

Flache Landschaft

Für Radfreunde ist das Binnenland Schleswig-Holstein mit seinen flachen Landschaften ein reizvolles Urlaubsziel. So bietet beispielsweise die Region rund um Neumünster gut ausgebaute Radwege, nur moderate Steigungen und viel unberührte Natur.

Foto: djd/www.neumuenster.de/SHBT und photocompany

Natur pur

Die lebendige Einkaufsstadt Neumünster ist der ideale Ausgangspunkt für Radtouren in die nähere Umgebung. Von dort kann es losgehen zu Rundtouren, die auf jeweils 40 bis 60 Kilometern durch sehenswerte Landschaften führen. Man kann zum Bordesholmer See radeln, auf alten Handelswegen durch das Gebiet der Geest oder durch den Naturpark Aukrug, der eine traumhafte Kulisse bietet. Die Strecken lassen sich auch mit Abstechern zu beliebten Ausflugszielen wie dem Erlebniswald Trappenkamp oder dem Wildpark Eekholt kombinieren.

Campingplatz Forellensee

Der Campingplatz Forellensee liegt im Herzen Schleswig-Holsteins am Rande Neumünsters direkt an einem Quell-Badesee. Er bietet 80 Standplätze für Urlauber, davon 20 parzelliert. Camper haben Zugang zu einem 300 Meter langen Sand- und Grasstrand, für Hunde gibt es einen separaten Strandabschnitt. Ganzjährig geöffnet. ADAC-Vergleichspreis: 26,50 Euro.

Campingplatz Forellensee
Foto: Campingplatz Forellensee

Odenwald

Eldorado für Radwanderer

Zwischen Darmstadt und Heidelberg liegt der Odenwald, ein Eldorado für Radwanderer vornemlich mit dem E-Bike. Burgen und Berge, Flüsse und Wälder bestimmen das Landschaftsbild und laden zu Entdeckungstouren ein. Wie Lebensadern führen zahlreiche miteinander vernetzte Radwege von einem Highlight zum nächsten, wobei es immer weitere Anbindungsmöglichkeiten auch an überregionale Fernradwege gibt.

Foto: epr/Touristikgemeinschaft Odenwald/Andreas Held

Fachwerk und Burgen

Wer in Walldürn oder Binau Stopp macht, kann sich auf seinen „Drahtesel“ schwingen und auf dem Odenwald-Madonnen-Radweg nicht nur bezaubernde Natur, sondern auch schmucke Fachwerkstädtchen wie Tauberbischofsheim, Mosbach oder Buchen erkunden.

Burgen- und Schlossromantik bietet der ebenfalls vom ADFC als Qualitätsroute ausgezeichnete Neckartal-Radweg: Burg Dilsberg bei Neckargemünd, die Vierburgenstadt Neckarsteinach, Hirschhorn mit Burganlage und Kloster sowie Eberbach mit seiner charmanten Altstadt entführen in längst vergangene Zeiten.

Foto: epr/Touristikgemeinschaft Odenwald

Lust auf zeitgenössische Kunst? Dann ist der Skulpturenradweg die richtige Wahl! Entlang der insgesamt rund 77 Kilometer langen Strecke überraschen mal märchenhafte, mal bizarre, mal glitzernde Objekte am Wegesrand. Insgesamt warten 25 Objekte darauf, entdeckt zu werden.

Campingplatz „An der Friedensbrücke“

Der Campingplatz „An der Friedensbrücke“ liegt direkt am Ufer des Neckars in Neckargemünd, zentral im unteren Neckartal. Rundum erheben sich die Berge des Odenwaldes. Der Platz bietet 120 Touristenplätze auf einem Wiesengelände. Geöffnet von 26. März bis 15. Oktober. ADAC-Vergleichspreis: 36 Euro.

Foto: Stadt Neckargemünd

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