> Crash-Sensor GOK Caramatic Safe Drive

So heizen Sie Ihren
Wohnwagen auch während der Fahrt sicher

06.12.2023
Text: Raymond Eckl | Bild: Eckl, GOK, Kabe

Wer seinen Wohnwagen auch während der Fahrt heizen möchte, braucht unter anderem einen sogenannten Crashsensor. Mit der neuen Caramatic Safe Drive will GOK die permanente Gasversorgung im Caravan auf neue Beine stellen und damit sicherer und komfortabler machen.

Im Caravan während der Fahrt zu heizen oder zu kühlen ist ein viel diskutiertes Thema – schon immer bei allen Caravanern. War es früher mit Gas problemlos möglich, machte eine europäische Richtlinie ab 2006 einen Crashsensor in der Gasanlage zwingend notwendig. Der Hintergrund ist plausibel, denn bei einem Unfall sollte kein Gas unkontrolliert austreten. Die Regel galt zuerst nur für Wohnmobile, dann später auch für Wohnwagen, da sie in einer allgemeinen Richtlinie mit aufgenommen wurde.

Es blieb zwar eine Grauzone, aber der Sicherheit Willen sind Gasregelanlagen mit Crashsensoren äußerst sinnvoll. Zudem sorgt es auch für Komfort, denn wenn der Gaskasten mit dem Radträger schwer zugänglich wird, kann auch bei einer Fahrtunterbrechung nicht mal schnell der Gasregler aufgedreht werden.

Die Caramatic SafeDrive Plus kann zwei Flaschen komfortsteuern.

Technische Lösungen für Heizen während der Fahrt gibt es schon länger, aber nun will GOK ein neues Kapitel aufschlagen, das Komfort und Sicherheit noch mehr miteinander verbindet. „Die neue Gasregelanlage Caramatic Safe Drive wird direkt an die Flasche geschraubt, kann als Einflaschen- und Zweiflaschensystem mit automatischer Umschaltung verbaut werden“, präsentiert der technische Geschäftsführer Andreas Brohm die Neuheit.

Mit der Version Plus können zwei Gasflaschen während der Fahrt betrieben werden. Sie besteht aus dem Zentralregler mit Crash- Sensor und Überdrucksicherheitseinrichtung sowie dem Umschaltregler mit Crash-Sensor. Je eine Mitteldruck-Schlauchleitung verbinden Regler und Gasrohr. Beide Regler haben einen Manometer und sorgen für einen konstanten Betriebsdruck, um die angeschlossenen Geräte ordnungsgemäß betreiben zu können. Der integrierte Crash-Sensor sperrt dann den Gasdurchfluss, wenn es zu einem Unfall kommt.

Einbau Schritt für Schritt

Bildergalerie

Am Umschaltregler wird bestimmt, aus welcher Gasflasche vorrangig das Gas entnommen wird und welche Flasche als Reserve dient. Das neue Komfortsystem kommt im Frühjahr in den Handel und soll 338 Euro kosten. Die einfache Ausführung besteht aus einem Niederdruckregler mit Crash-Sensor und Überdrucksicherheitseinrichtung sowie der Mitteldruck-Schlauchleitung. Sie soll 174 Euro kosten. Klarer Vorteil der neuen Geräte ist die extrem einfache Nachrüstung, da keine Wandmontage mehr notwendig ist.

Es sollen auch keine Gasfilter und Schlauchbruchsicherungen mehr notwendig sein, da diese Montageart sie unnötig machen sollen. „Das Problem mit Schmutz und Wasser im Druckregler entstand erst, als die Druckminderer von der Flasche an die Wand gewandert sind“, begründet dies Brohm mit Blick auf langjährige Testreihen. Im Deichselkasten ist der Platzbedarf etwas geringer, aber noch sind die Regler recht groß. Sie stützen sich übrigens mit verstellbaren Füßen gegen die Flasche ab, sodass alle Flaschenformen und -größen möglich sind.

Wie beim Vorgänger ist die Anlage später mit einer Fernanzeige erweiterbar. Leider ist die Basisversion kein Baukasten-System. Wer später auf die Plus-Version aufrüsten will, muss alle Regler tauschen. „Da die Tauschpflicht nach zehn Jahren laut EU bald stärker reglementiert und kontrolliert werden soll, sehen wir ein großes Umrüstpotenzial“, so Brohm. Übrigens ist die Montage Schlauch auf Rohr im Do-it-yourself durchaus erlaubt. „Eine Dichtheitsprüfung sollte aber in jedem Fall erfolgen“ mahnt Brom, „noch ist die Prüfung eine Grauzone, aber die Heizgeräterichtlinie soll von der EU ebenfalls verschärft werden.“

Mehr Infos auf www.gok.de

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Crash-Sensor - neues Wirkprinzip für die Drive-Modelle der Caramatic-Serie von GOK #GOK #Crash-Sensor #Caramatic_Serie #Heizen_während_der_Fahrt
Redaktion
Raymond Eckl
Raymond Eckl ist schon seit 1994 bei Camping, Cars & Caravans und wurde bereits ein Jahr später zum Chefredakteur.
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