3 Camps am Comer See Foto: Tourismusverband Comer See Fotos
  • Seilbahn hoch nach Pigra 1 / 4 Foto: Tourismusverband Comer See
    Von Argegno nimmt man die Seilbahn hoch nach Pigra auf fast 900 Meter Höhe. Auf der einen Seite blickt man auf den Comer See und auf der anderen auf den Luganer See.
  • Gravedona Ufer Villa 2 / 4 Foto: Irene Briz
    Die Villen in Gravedona oder Varenna am Ufer des Sees sind legendär.
  • Villen am Comer See 3 / 4 Foto: Tourismusverband Comer See
    Das Ufer des Comer Sees ist von Villen gesäumt. Da bleibt nicht mehr so viel Platz für Campingplätze.
  • Varenna 4 / 4 Foto: Tourismusverband Comer See
    Varenna liegt auf einem Felsvorsprung am Fuße des Sasso di San Defendente am Ostufer des Comer Sees und hat nur 770 Einwohner.

3 Camps mit Hund am Comer See

Schweizer Berge zu italienischen Preisen

George Clooney hat eine Villa am Comer See. Was der PR-Abteilung des Tourismusverbandes viel Geld spart. „Wir müssten etliche Millionen investieren, um denselben Effekt zu erzielen“, verriet mir eine Sprecherin des Verbands in Como. So kommen die Touristen ohne teure PR-Kampagnen – in der Hoffnung, den unwiderstehlichen Nespresso-Mann beim Cappuccino in einer Bar in Laglio zu treffen. Früher war es Konrad Adenauer, der die Vorzüge des Comer Sees zu schätzen wusste. Er spielte viele Sommer lang in Cadenabbia Boccia. Und noch früher, Ende des 17. Jahrhunderts, gaben Kardinäle und Grafen großzügige Villen am See in Auftrag.

Villa Monastero am Comer See für Touristen geöffnetSchönheiten in Stein und Stuck, die noch heute den Charme der Region ausmachen. Die ersten Camper kamen erst in den späten 50er-Jahren, vor allem an der Grenze zum Engadin. Hier in Domaso, Dongo und Sorico gibt es die meisten Plätze. Der Vorteil: Man genießt den Blick auf Schweizer Berge zu italienischen Preisen. Die Kombination aus See und Bergen macht den Reiz aus. Das milde Klima, üppig blühende Oleander, Segelboote über dem sonnigen See und imposante Gipfel sind eine großartige Mischung. Garniert wird das Ganze durch stilvolle Villen und ursprüngliche Bergdörfer.

Platz ist der wahre Luxus am See, denn er ist begrenzt an den engen Uferstreifen. Je prachtvoller die Villen, umso größer die Parks drum herum. Grundstücke wie die der Villa Merzi in Bellagio oder Villa Carlotta in Tremezzo könnte sich heutzutage niemand mehr leisten. Selbst Clooneys Villa Oleandra, die er zum Schnäppchenpreis von acht Millionen Dollar erworben hat, sieht da vergleichsweise bescheiden aus.

Camping am Comer See

Auch Camper müssen sich einschränken. Die Plätze sind relativ klein und dicht belegt. Dafür liegen in den Camper-Hochburgen Sorico, Domaso und Dongo im Norden des Sees fast alle Plätze direkt am Wasser – ein echtes Privileg, selbst manch noble Villa ist durch die Durchgangsstraße vom Seeufer getrennt.

Sorico Surferparadies Comer seeDas Publikum am Comer See hat sich zu früher stark verändert. Heute trägt man vor allem im Nordteil des Sees nicht mehr Strohhut, langes Kleid und Sonnenschirmchen, sondern Radlerhosen und Neoprenanzüge. „Wir haben hier ein sportlich aktives Publikum“, sagt Giovanni Rezolla, Sprecher der Tourismusinitiative nördlicher Comer See. Im Norden haben sich nicht nur die Campingplätze, sondern auch die Wassersportzentren angesiedelt. Bei Sorico, Domaso und Dongo liegen die schönsten Strände, die zudem leicht zugänglich sind. Die Uferbereiche im mittleren Teil des Sees bei Lenno oder Tremezzo sind felsiger. Bei Wellengang ist es dort mitunter schwierig, ins Wasser zu kommen, erst recht ohne Badeschuhe, die wegen der Steine aber ins Gepäck gehören.

Ebenso wie die Wanderschuhe. Auf den Bergen ringsum bieten sich wunderbare Touren an, oft mit tollen Panoramablicken auf den See. Überall gibt es gut ausgeschilderte Routen. Wer es nicht so steil mag, kann den sogenannten Greenway del Lago di Como nehmen, ein schöner Wanderweg, der verschiedene Ortschaften miteinander verbindet – abseits der Straße, oft mit schönen Ausblicken.

2018-02-14T12:20:54+00:00Camping X, Teaser Startseite 2|Kommentare deaktiviert für 3 Camps am Comer See